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Solingen
Vortrag zum Leben und Werk von Peter Weiss

Solingen. Einer der bedeutendsten deutschsprachigen Künstler, der ins Exil nach Schweden fliehen musste, war Peter Weiss. 2016 wäre der Schriftsteller, Maler und Filmemacher 100 Jahre alt geworden. Die Schaffenspalette von Peter Weiss reicht über Drama ("Die Ermittlung") und Prosa ("Die Ästhetik des Widerstands"), Film und Grafik bis hin zur Malerei. Mehr als zehn Jahre seiner Kindheit und Jugend verbrachte Peter Weiss (1916-1982) in Bremen, als deren "verlorenen Sohn" er sich 1982 anlässlich der Verleihung des Bremer Literaturpreises bezeichnete.

"Es gibt zwar eine Internationale Peter Weiss-Gesellschaft. Doch besonders intensiv bemüht sich die Bremer Peter Weiss-Initiative um das Erinnern an diesen Künstler", erläutert Hajo Jahn, Vorsitzender der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft. Peter Weiß besaß einen tschechischen Pass und später die schwedische, jedoch nie eine deutsche Staatsangehörigkeit. Mitgründer der Peter Weiß-Initiative ist Dr. Konrad Zaiss, der ehemalige Lehrbeauftragte an der Uni Bremen. Der Weiss-Experte ist auch Mitglied der Wuppertaler Else Lasker-Schüler-Gesellschaft. Am Donnerstag, 6. Oktober, wird Zaiss im Zentrum für verfolgte Künste im Solinger Kunstmuseum auf Einladung der Else-Gesellschaft um 18 Uhr einen Vortrag zu Peter Weiß halten - unter dem Titel: "Titularjude - prominenter Flüchtling und Multitalent Peter Weiss, ein während der NS-Zeit traumatisiertes Kind".

Anlässlich des 100. Geburtstags von Peter Weiss gibt der Suhrkamp-Verlag im Oktober eine Neuauflage von "Die Ästthik des Widerstandes" heraus.

(red)
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