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Solingen
Wald eröffnet Willkommens-Büro

Solingen. Im Rundling ist auf rund 100 Quadratmetern eine Begegnungsstätte für Ehrenamtler und Flüchtlinge entstanden. Von Maxine Herder

Mit vielen Gästen haben das Sozialdiakonische Zentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Wald und das Netzwerk "Willkommen in Wald" gestern ihr Kontaktbüro im Walder Rundling eröffnet. Auf rund 100 Quadratmetern ist hier eine Anlaufstelle für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer entstanden. Ein Ort, an dem Sozialarbeit, Beratung, die Sprechzeiten von Gemeindeschwester Bettina Hahmann, Schulungen und Sprachunterricht stattfinden können. Ein Ort, an dem sich die Menschen, die neu in den Stadtteil kommen, und all jene, die bereits hier leben, begegnen können.

"Wir haben uns auf den Weg gemacht. Dieses Zentrum mitten in Wald, mit dem wir für die Menschen da sein wollen, ist die erste Etappe", sagte Pfarrer Bernd Reinzhagen von der Evangelischen Kirchengemeinde Wald. "Die zweite Etappe wird eintreten, wenn in rund zehn Tagen die ersten Flüchtlinge nach Wald kommen."

Dafür hat die Gemeinde ihr Gemeindehaus an der Corinthstraße geräumt: 59 Flüchtlinge, voraussichtlich syrische Familien mit Kindern, werden hier ab Mitte des Monats eine Bleibe finden (wir berichteten). Von Anfang an, betonte Reinzhagen, habe die Gemeinde dabei große Unterstützung erfahren. "Es stand für uns immer fest, dass wir das schaffen. Wir wussten aber auch immer, dass wir es nicht alleine schaffen können", so Reinzhagen. Dem Netzwerk "Willkommen in Wald" gehört mittlerweile ein großer Zusammenschluss aus Gemeinden, Verbänden, Vereinen, sozialen Einrichtungen, Schulen und Ärzten an. "Wir arbeiten zusammen zum Wohl der Menschen, die zu uns kommen und heißen sie alle willkommen", sagte Gerd Brems, Geschäftsführer des Paritätischen Verbandes, der ebenfalls dem Netzwerk angehört.

Für das Konzept der Walder und ihre Hilfeleistung gab es gestern viel Lob und Unterstützung. Beispielsweise von Anne Wehkamp, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums. "Es ist wichtig, in der Nachbarschaft ein Zeichen zu setzen und Türen und Herzen zu öffnen", sagte sie und brachte einen Förderbescheid des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales aus dem Topf "Zusammenkommen und verstehen" in Höhe von 5300 Euro zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit mit.

Superintendentin Ilka Werner versprach, dass der Kirchenkreis genauso hinter der Gemeinde stehe wie die Stadt hinter dem Stadtteil. Bürgermeister Ernst Lauterjung gratulierte Wald zu seiner Willkommenskultur. "Ganz Wald macht mit. Dies sollte ein Beispiel sein, dem sich andere anschließen", so Lauterjung. "Wir als Bezirksvertretung rechnen ihnen hoch an, was hier entstanden ist", sagte auch Bezirksbürgermeisterin Birgit Zeier und überreichte eine Spende der Bezirksvertretung in Höhe von 1500 Euro.

Ab sofort ist das Büro von Gemeindeschwester Bettina Hahmann im neuen Kontaktbüro besetzt. Dort können nun auch täglich von 8 bis 16 Uhr die Spenden für die Aktion "Ein Teil mehr" abgegeben werden.

Quelle: RP
 
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