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Solingen
Walder Stadion feiert Erfolgsgeschichte

Solingen: Walder Stadion feiert Erfolgsgeschichte
Matthias Kunde und Ehefrau Natascha überreichten an Guido Rohn, Frank Niegeloh und Rainer Thannhäuser (v.l.) nicht nur zwei Luftbilder vom Walder Stadion während des Sparkassen-Open Airs, sondern auch einen Spendenscheck über 1000 Euro. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Der Förderkreis Jahnkampfbahn feierte sein 20-jähriges Bestehen - und blickte in diesem Jahr einmal mehr auf viele Höhepunkte zurück. Von Alexander Riedel

Einige Gäste machten es sich auf jener Bank bequem, die im Fernsehfilm "Die Turnschuh-Giganten" als Ersatzbank für die deutschen WM-Helden von Bern gedient hatte. Und auf der neuen elektronischen Anzeigetafel war in großen roten Buchstaben "Herzlichen Glückwunsch" zu lesen. Die Rahmenbedingungen nebst Wetter hätten kaum besser sein können für die Jubiläumsfeier des Förderkreises Jahnkampfbahn Wald.

Dieser hatte sich vor 20 Jahren gegründet, um das dem Verfall geweihte und vom Abriss bedrohte Walder Stadion wieder auf Vordermann zu bringen - mit beachtlichem Erfolg: Vom Tribünendach über die Tore und Geländer bis zur Erneuerung von Toilettenanlagen und Kiosk packte der heute 127 Mitglieder zählende Verein unterstützt von Stadt und Sparkasse viele Baustellen an der 1928 entstandenen Sportstätte an. Im Jahr 2013 wurde dieses Engagement mit dem Deutschen Denkmalschutzpreis belohnt. Die bewegende Geschichte des Walder Stadions hat Klaus Lorenz, Gründungsmitglied des Förderkreises in seiner Chronik festgehalten.

Viele Worte des Lobes und Dankes hatte Guido Rohn, Initiator und Vorsitzender des Vereins, für die Mitstreiter übrig. "Ohne die viele Hilfe würde die Anlage nicht so aussehen", sagte er und ließ zugleich auch das an Meilensteinen reiche Jahr 2015 Revue passieren: "Das ging über unsere Kräfte." Rohn verwies auf die Anzeigetafel, die der Verein auch dank des Einsatzes von Michael Schade, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen, installieren ließ. Er kam aber auch auf das Sparkassen-Open-Air-Festival mit einmal mehr rund 10.000 Zuschauern zu sprechen. Natürlich erwähnte er auch die Dreharbeiten zur RTL-Produktion "Die Turnschuh-Giganten", für den die Jahnkampfbahn kurzerhand die Rolle des Berner Wankdorfstadions übernahm. "Da haben wir uns von der Feuerwehr nass spritzen lassen", erzählte Rohn in Anspielung an das "Fritz-Walter-Wetter" beim Finale der Fußball-WM 1954, das für den Dreh simuliert werden musste.

Eine echte Solinger Fußball-Legende gehörte ebenfalls zu den Gästen und füllte das Mitgliedsformular des Förderkreises aus: Werner Lenz, Rekordtorschütze von Union Solingen zu glanzvollen Zweitliga-Zeiten, steuerte zur Andenkensammlung im Clubhaus alte Trainingsbekleidung bei. In der Jahnkampfbahn hatte der gebürtiger Walder einst beim VfL Solingen das Toreschießen gelernt, ehe er - anfangs zum Unmut seines Großvaters, wie Guido Rohn schmunzelnd verriet - zum Ohligser Verein wechselte. Die Paladins, frisch aufgestiegener Regionalligist im American Football und bei ihren Spielen Gastgeber in der Jahnkampfbahn, hatten ein neues Trikot als Präsent mitgebracht.

Privatpilot und Fotograf Matthias Kunde schließlich überreichte dem Förderkreis einen Scheck über 1000 Euro und spendierte zwei beeindruckende Luftbilder vom Stadion, die er bei seinem Überflug während des Open Air-Festivals geschossen hatte. Die allerdings werden nicht die Wand im Clubhaus zieren. Nach einstimmigem Votum von Guido Rohn und Gästen dürfen sich dessen engagierte Vorstandsmitglieder Frank Niegeloh und Rainer Thannhäuser über die Bilder als Anerkennung ihrer Arbeit freuen. Die soll zum Wohle des Stadions noch Jahre weitergehen - zunächst allerdings mit weniger kraftraubenden Großprojekten: "2016 soll ein Jahr der Beruhigung und Neuausrichtung werden", versprach Rohn.

Quelle: RP
 
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