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Solingen
Walder Stadtpark als große Party-Zone

Solingen. Mehrere tausend Besucher tanzten beim "Phunk Department Open Air" zur Musik von 15 DJs und Bands. Von Alexander Riedel

In der "Electronic Area" gingen mitreißende Technobeats den Besuchern unter die Haut. Wenige Meter weiter auf der "Worldstage" brachten verschiedene Bands mit Hip Hop, Reggae- und Rockklängen ihr Publikum zum Tanzen: Wer zum vierten "Phunk Department Open Air" den Walder Stadtpark besuchte, fand einmal mehr ein breites musikalisches Spektrum vor.

Und während die Einen sich vor den Bühnen nach Herzenslust austobten, ließen es andere Gäste etwas abseits der Boxen im Familienbereich ruhiger angehen und genossen im Liegestuhl oder auf der Picknickdecke bei strahlendem Sonnenschein die Musik und kalte Getränke - wie zum Beispiel Dirk Lehmann und Bettina Schulte, die mit ihrer knapp zweijährigen Tochter Isi das Festival besuchten. "Ohne unser Kind waren wir früher näher an der Bühne, heute halten wir uns etwas im Hintergrund", sagte der Familienvater. "Wir mögen sehr gern elektronische Musik, aber auch die ganze familiäre Gestaltung mit der offenen Zeltstadt, die mit dabei ist, ist eine tolle Sache", ergänzte seine Lebensgefährtin. Neben dem Treffen mit Freunden, die sich zum Teil ebenfalls mit Nachwuchs auf der Festwiese niederließen, freute sich das Paar auch auf die Auftritte der DJs aus der lokalen Elektroszene wie Nicolas Stefan, Jackie Elles oder Tobias Christoph.

Für eine grandiose Stimmung sorgten jedoch auch Künstler mit weiterer Anreise: Der Freiburger DJ Beestyle begeisterte die Besucher durch seine Live-Remixe. Und der gebürtige New Yorker George Morel, preisgekrönter DJ und Produzent mit Weltruf, heizte in den Abendstunden nicht nur den Gästen im Stadtpark ein, sondern legte spontan auch auf der Aftershowparty im Getaway auf. "Er hatte richtig Spaß und sagte, dass er gerne wiederkommen würde", berichtete Festival-Organisator Andreas Dietrich, der sich auch über den reibungslosen Ablauf der zehnstündigen Veranstaltung freute: Bis auf wenige Wespenstiche bei Gästen vermeldete der Malteser Hilfsdienst keine Zwischenfälle - ebenso wie das Sicherheitspersonal.

Nach dem Ende des Festivals verließen die Musikfreunde zudem rasch den Stadtpark. Der hatte im Verlauf des Tages nicht nur Anhänger der teilnehmenden Künstler angezogen, sondern auch Schaulustige aus der Umgebung: "Ich wollte einfach mal sehen, was hier los ist", verriet Heinz Stockhausen und urteilte: "Das ist eine tolle Sache für den Stadtteil Wald". Um die Nachbarn über das Großereignis zu informieren, hatten die Veranstalter im Vorfeld Flugblätter in die Briefkästen der umliegenden Straßenblocks eingeworfen. Zudem unterstützten die Planer des Festivals am Samstag ein Alternativprogramm.

Quelle: RP
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