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Solingen
Walder Wache Paradies für kleine Feuerwehrmänner

Solingen. Ein großer Andrang herrschte beim Tag der offenen Tür der Solinger Feuerwehr auf der Feuerwache III in Wald. Von Alexander Riedel

Die Blaulichter blinkten, einige Feuerwehrleute hatten ihre Schutzanzüge übergestreift und aus der Halle dampfte es - zum Glück waren das aber nur die Würstchen: Einem fröhlichen Fest bei den Brandschützern stand also nichts im Wege. Gestern hatte die Solinger Feuerwehr zu ihrem Tag der offenen Tür alle Interessierten auf die Wache III in Wald eingeladen. Und vor allem Familien mit Kindern folgten dem Aufruf in großen Scharen.

Sie schlenderten, vielfach mit einer Bratwurst oder Pommes Frites auf der Faust, über das weitläufige Gelände oder erkundeten die Vielzahl an imposanten Fahrzeugen auf dem Hof und in der Wagenhalle - wie zum Beispiel Tobias Fuchs, der sich mit seinen beiden Kindern Jonathan (5) und Ida (2) in die Schlange vor dem roten Gabelstapler eingereiht hatte: "Mein Sohn spielt mit Polizei-, Feuerwehrautos, Baggern und Krankenwagen und kennt sämtliche unterschiedliche Sirenen", erzählte Fuchs schmunzelnd. Dabei sei er selbst eigentlich überhaupt kein Autofanatiker.

Nach seinen Worten gehört zu Jonathans Helden die britische Zeichentrickfigur "Feuerwehrmann Sam": Mit seiner Begeisterung habe der Junge auch bereits seine kleine Schwester Ida angesteckt.

Auch ein Blick nach oben lohnte sich: In luftiger Höhe über den Gebäuden hielt der lange Kran der Feuerwehr ein Auto. Was die Brandschützer und Notfallretter noch so alles an Material für ihre Arbeit benötigen, konnten die Gäste wenige Meter neben der Wagenhalle betrachten: Ansprechend präsentiert lagen dort Boote, spezielle Schläuche, Schutzanzüge und andere Utensilien aus. Eine launige "Modenschau" gab es auf der Bühne zu bewundern: Mitarbeiter der Feuerwehr zeigten ihre gesamte Kollektion - die reicht von der Einsatzkleidung bis zur Trainingskluft für den Fitnessraum.

Auch die Gruppe 112, die sich unter anderem für die Brandschutzerziehung in Kindertagesstätten und die Versorgung mit Rauchmeldern einsetzt, war mit ihrem "Rauchhaus"-Modell und vielen Infos beim Tag der offenen Tür präsent - ebenso wie das Hochwasserkompetenz-Centrum. Und wer einmal die Arbeit in der Feuerwehr-Leitstelle in Wuppertal aus nächster Nähe erleben wollte, hatte gestern die Gelegenheit dazu: Denn die Feuerwehr bot in regelmäßigen Abständen Fahrten zur Leitstelle an.

Neben der spielerischen Aufklärung über Fragen des Brandschutzes ist auch die Gewinnung von Interessenten für die Jugendfeuerwehr stets ein Ziel von Tagen der offenen Tür: Dass das funktioniert, zeigte nicht nur der große Andrang. "Solche Veranstaltungen tragen sicher zum Interesse bei", sagte ein Familienvater, auch mit Blick auf die eigene Jugend, und verriet: "Heute bin ich selbst bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig."

Quelle: RP
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