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Solingen
Wasserbecken weicht dem Aufzug

Solingen: Wasserbecken weicht dem Aufzug
Im Innenhof, der den Konzertsaalbereich vom Theatersaal trennt, laufen die Bauarbeiten für den Einbau des Aufzugs bereits auf Hochtouren. Wo jetzt noch an den Fenstern blaue Planen hängen, wird später der Aufzugsschacht stehen. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Läuft alles nach Plan, kann noch vor Weihnachten der langersehnte Aufzug im Theater und Konzerthaus eingebaut werden. Im Frühjahr erfolgen weitere Verbesserungen des Theaterumfeldes. Details zur "Trampe" fehlen weiter. Von Uwe Vetter

Die Rohbauarbeiten im Innenhof des Theater und Konzerthauses sind im vollen Gang. "Das Wasserbecken ist heraus, dicke Betonplatten müssen noch weg", sagt Stadtentwickler Markus Lütke Lordemann. Läuft alles nach Plan, soll ein gläserner Aufzug, der das Theater und Konzerthaus behindertengerechter macht, noch vor Weihnachten eingebaut sein. "Das ist unser Ziel", sagt Lütke Lordemann.

Für diese Bauarbeiten müsse aber auch das Wetter mitspielen, schließlich werde der Aufzug auch mit einem großen Kran in das Atrium des Theater und Konzerthauses gehievt. Ist der Aufzug eingebaut, ist gleichzeitig auch der erste Bauabschnitt zur Verbesserung des Theaterumfeldes erledigt. "Die weitere Gestaltung des Atriums und Erneuerungen rund um das Gebäude haben wir in eine Ausschreibung gepackt", sagt der Stadtentwickler. Die Ausschreibung soll in rund zwei Wochen in die Vergabe gebracht werden. Bestandteil dieses Bauabschnitts ist unter anderem eine neue Pflasterung für den Innenhof, mobile Sitzgelegenheiten, eine neue Beleuchtung und der barrierefreie Zugang. Ein neuer Baum wird gepflanzt, insgesamt soll die Neugestaltung des Atriums eine flexiblere Nutzung als Veranstaltungsfläche ermöglichen. Langgezogene, unterleuchtete Heckenstrukturen (1,40 Meter hoch) sollen rund ums Theater für mehr Attraktivität sorgen, ebenso neue Plattenbeläge. Der Weg von den Parkplätzen an der Teschestraße zum Haupteingang soll mit Skulpturen geschmückt werden. Die schmale Gasse entlang des Theatergebäudes für Fußgänger bleibt bestehen.

Ziel ist es, dass das Theater und Konzerthaus ein moderner städtischer Raum mit fließenden Übergängen wird. "Wir versuchen, diese Verbesserungen im Frühjahr 2017 umzusetzen", sagt Lütke Lordemann. Danach ist der Bereich Burgstraße dran. Hier werden die Taxihalteplätze und Behindertenparkplätze zusammengefasst. Für schirmartige Unterstände und Sitzgelegenheiten wird gesorgt, die Abgrenzung zur Fahrbahn erfolgt durch eine "grüne Insel".

Bleibt die Treppe beziehungsweise Trampe. "Sie ist Teil der Planung und auch Teil der Ausschreibung, die jetzt auf den Weg gebracht wird", sagt der Stadtentwickler. Konkrete Details für diesen Teilbereich liegen indes noch nicht vor: "Es wird weiter technisch geprüft, wie der Zugang gestaltet wird", sagt Markus Lütke Lordemann. Planungen inklusive der damals noch vorgesehenen Theatertreppe wurden von der Bezirksvertretung Mitte und dem Planungsausschuss im Dezember 2013 beschlossen. Massiver Widerstand richtete sich dann aber insbesondere gegen die Theatertreppe. Jetzt, so heißt es, soll ein bereits im Jahr 2014 erarbeiteter, leicht veränderter Entwurf mit zwei Rampen zum Zuge kommen.

Für Bezirksbürgermeister Richard Schmidt ist das gar nicht erforderlich. "Die jetzt links und rechts vom Kassenhäuschen angelegten geschwungenen Wege, die von der neuen Ampelanlage hochführen, sind meiner Meinung nach völlig ausreichend und von jedem bequem zu bewältigen. Ich habe mit Bürgern gesprochen, die dies ebenso sehen. Und das wäre eine Lösung, die alle zufriedenstellt." Weder Treppe noch Trampe, damit ließe sich laut Schmidt auch Geld sparen. Den Aufzug, der jetzt eingebaut wird, hält Schmidt aber für "längst überfällig und notwendig". Ein wenig traurig ist Schmidt jedoch, dass der alte Brunnen wegfällt. "Das war ein schönes Ensemble", sagt er mit Blick auf den Innenhof.

Quelle: RP
 
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