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Solingen
Weiterer Salafist in Syrien getötet?

Solingen. Ein 26 Jahre alter Mann, der im Jahr 2012 einige Zeit Mitglied der berüchtigten Solinger Salafisten-Szene gewesen ist, soll jetzt im syrischen Bürgerkrieg ums Leben gekommen sein. Das berichtet die "Bild"-Zeitung in ihrer gestrigen Ausgabe.

Dem Blatt zufolge wurde der Berliner bereits Anfang dieses Jahres bei einem Luftangriff auf das Haus, in dem er in Syrien lebte, tödlich verletzt. Zuvor soll sich der Mann, der aus schwierigen familiären Verhältnissen stammt, der Terrororganisation "Islamischer Staat" in dem Bürgerkriegsland angeschlossen haben.

In Solingen war der 26-Jährige das erste Mal im Winter 2011/12 aufgetaucht. Wie andere radikale Muslime aus der Hauptstadt soll er seinerzeit ins Bergische Land gekommen sein, da sich hier damals die salafistische Millatu-Ibrahim-Gemeinde in der Solinger Nordstadt zunehmend radikalisierte. Der bereits rechtskräftig verurteilte Berliner beteiligte sich unter anderem an den schweren Ausschreitungen am Maifeiertag 2012, als Salafisten vor dem Solinger Rathaus mit Steinen und Eisenstangen auf Polizisten losgingen.

Nach der Schließung der salafistischen Hinterhofmoschee an der Konrad-Adenauer-Straße im Sommer 2012 setzte sich der Islamist, wie andere Solinger auch, in den Nahen Osten ab. In Syrien kamen im Lauf der Jahre bereits mehrere Salafisten aus der Klingenstadt beziehungsweise aus der hiesigen Szene ums Leben. Andere könnten sich noch immer in Syrien aufhalten.

(or)
 
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