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Solingen
Wer wird Publikumspreisträger 2015?

Solingen. Trotz der Verlegung vom Sommer in den Herbst und einer um vier Wochen verkürzten Laufzeit sind die Besucherzahlen der Internationalen Bergische Kunstausstellung im Kunstmuseum konstant geblieben. Von Michael Tesch

Zwar endet die 69. Internationale Bergische Kunstausstellung im Solinger Kunstmuseum erst am 8. November, doch bereits am Donnerstag-Abend fiel die letzte Entscheidung der diesjährigen Schau Junger Kunst. Ausgezählt wurden die abgegebenen Stimmzettel zur Wahl des Publikumspreisträgers. Den Gewinner der mit 1500 Euro dotierten Auszeichnung wird die auslobende Stadt-Sparkasse am 5. November im Rahmen einer Kundenveranstaltung bekannt- und gleichzeitig auch übergeben. Natürlich darf Gisela Elbracht-Iglhaut noch keine Namen nennen, aber die stellvertretende Leiterin des Museums verrät: "Es hat von Anfang an ein Kopf an Kopf-Rennen zweier Positionen um die Gunst des Publikums gegeben."

Insgesamt zieht Elbracht-Iglhaut eine Woche vor Toresschluss der Bergischen ein sehr positives Resümee der diesjährigen Ausstellung: "Insgesamt war die 69. Bergische eine sehr intellektuelle Ausstellung. Was aber unter den Besuchern zu fruchtbaren Diskussionen führte - auch bei den Führungen durch die Ausstellung." Die in diesem Jahr gezeigten künstlerischen Positionen hätten viele Denkansätze geliefert. "Und die wurden von den Besuchern weitergeführt. Auch in den Gesprächen mit den Künstlern selber, die ja regelmäßig die Führungen begleitet haben." Diese Möglichkeit zum Gespräch mit Künstlern der Ausstellung ist schon so etwas wie ein Markenzeichen der Bergischen geworden. "Hier können die Besucher aus erster Hand erfahren, wie ein Werk entstanden ist und welche Idee dahinter steckt."

Auch morgen wird es um 11.15 Uhr wieder eine Führung durch die Ausstellung geben, die diesmal sogar von zwei Künstlern begleitet wird. Mit dabei sind Kevin Pawel Matweew, der seine Videoinstallation "Die Grenzen des Sagbaren" erläutert, sowie Gesine Grundmann, die ihre durch reduzierte Bildsprache überzeugenden Skulpturen vorstellen wird.

Positiv sieht Elbracht-Iglhaut auch die Tatsache, dass die diesjährige Bergische Kunstausstellung trotz ihrer durchweg anspruchsvollen Positionen wie in den Vorjahren weit über 1000 Besucher hatte - bei vier Wochen kürzerer Laufzeit. "Das zeigt uns, dass eine Ausstellung intellektuell sein kann und trotzdem ein breites Publikum findet."

Die Besucherzahlen zeigen aber auch, dass die Verlegung der Bergischen aus den Sommermonaten hinein in den Herbst vom Publikum angenommen wurde. "Die Verlegung hat sich ausgezahlt, denn im Vergleich mit den Vorjahren haben diesmal weit mehr Schulen das Angebot von Führungen genutzt", erzählt Elbracht-Iglhaut. Wie in den vergangenen Jahren hatte auch diesmal wieder die Solinger Stadt-Sparkasse den Besuch von Schülern unterstützt. "Der Eintritt für Schüler betrug dadurch nur einen Euro."

Im kommenden Jahr wird es vor der 70. Auflage der Bergischen im Herbst, im Frühjahr eine weitere Ausstellung zur Jungen Kunst im Museum geben. "Für die Monate März und April 2016 laufen bereits die Planungen für eine Doppelausstellung der beiden Malerinnen Ulrike Arnold und Kirsten Lampert. Beide setzen sich dem Thema Reisen auseinander", erzählt Elbracht-Iglhaut. Kirsten Lampert war 2003 Trägerin des Bergischen Kunstpreises.

Quelle: RP
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