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Solingen
Wieder Ärger im Baugebiet Neues Dorp

Solingen. Die Bebauung im Neuen Dorp entwickelt sich zur unendlichen Geschichte. Dies bleibe für viele Jahre eine halbfertige Angelegenheit, zog Projektentwickler André Kleinpoppen gestern ein Fazit nach der jüngsten Episode. Denn wie jetzt in nichtöffentlicher Sitzung des Finanzausschusses deutlich geworden ist (wir berichteten), muss die Stadt Solingen mehr als vorgesehen für die zirka 15 000 Quadratmeter Bauland an der Zietenstraße aufbringen; und zwar 700 000 Euro. Von Günter Tewes

Grund ist eine Klausel im Vertrag, wonach der Investor die Grundstücke zurückgeben kann, wenn er diese nicht vermarktet bekommt. Eigentlich wollte die Stadt dafür 2,2 Millionen Euro bezahlen, die Erschließungsarbeiten im dem Baugebiet in Eigenregie abschließen. Dem Vernehmen nach hat dies der Investor abgelehnt, will die Erschließung bis Jahresende selbst durchführen und bekäme dann 2,9 Millionen Euro. Nach den Worten von Projektenwickler Kleinpoppen nimmt die Stadt Grundstücke zurück, die sie so nicht vermarkten könne. Er hat den derzeitigen Bebauungsplan für das Gebiet entwickelt. Dessen Umsetzung sieht er nun in Gefahr. Denn lediglich ein Drittel der Fläche im Wohngebiet Neues Dorp sei bislang bebaut. Insgesamt sollen hier 120 Wohneinheiten in Einfamilien- sowie Doppel- und Reihenhäusern entstehen. Es ist das letzte citynahe Baugebiet in der Stadt.

Das Baugebiet steht unter keinem guten Stern. Ursprünglich waren vor 20 Jahren auf dem Gelände zwischen Felder Straße sowie Klingen- und Zietenstraße einmal 300 Wohneinheiten vorgesehen. Sogar achtgeschossige Wohnsilos sollten hier damals entstehen. Dies stieß bei Bürgern, aber auch bei der Bezirksvertretung Mitte auf massiven Protest. Dieser Bebauungsplan ist daraufhin überarbeitet und deutlich abgespeckt worden.

Quelle: RP
 
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