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Solingen
Willkommenskultur: "Bunt statt Braun" setzt Zeichen

Solingen: Willkommenskultur: "Bunt statt Braun" setzt Zeichen
"Bunt statt Braun" ruft am Samstag zur Demonstration und Kundgebung in der city auf. Auf dem Rathausplatz wird OB Tim Kurzbach sprechen. FOTO: skoe (Archiv)
Solingen. Am Samstag Demonstrationszug durch die Innenstadt und Kundgebung auf dem Rathausplatz. Von Uwe Vetter

Ein Zeichen setzen gegen Rassismus, Hass und Gewalt will "Bunt statt Braun" am Samstag, 5. Dezember, mit einem Demonstrationszug durch die City und einer Kundgebung auf dem Rathausplatz. "Wir wollen mit der Veranstaltung auf die gute Willkommenskultur und die engagierte ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in Solingen hinweisen", sagt Hans-Werner Bertl von "Bunt statt Braun", "darüber sind wir sehr froh und stolz". Unter dem Dach des Bündnisses sind rund 60 Gruppierungen vertreten. "Wir erwarten am Samstag zur Veranstaltung etwa 500 Teilnehmer", so Jürgen Beu. Insbesondere auch Jugendliche innerhalb von "Bunt statt Braun" haben sich für die Veranstaltung eingesetzt und sie mit auf die Beine gestellt. Auf dem Parkplatz vor der Postfiliale beziehungsweise der Polizeiinspektion an der Kölner Straße treffen sich die Kundgebungsteilnehmer um 11 Uhr. Nach einer kurzen Ansprache ziehen sie dann über die Kölner Straße, Mummstraße, Konrad-Adenauer-Straße zum Rathausplatz, wo um 12 Uhr die Kundgebung startet.

Dort werden Oberbürgermeister Tim Kurzbach sprechen, die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann, Nico Bischoff von "Bunt statt Braun" sowie die Superintendentin der evangelischen Kirchengemeinde, Dr. Ilka Werner. Ein Flüchtling wird zudem über seine Erfahrungen und die Gründe seiner Flucht berichten. "Wir erwarten auch Flüchtlinge zur Kundgebung", sagen Bertl und Beu. Im Kulturprogramm treten die Bands "The Cuckoo", "Wortrock" und "Jump in" auf.

Rassismus stoppen - Menschenrechte und Flüchtlinge schützen: "Bunt statt Braun" erklärt in einem Aufruf, dass man Zuwanderung brauche. "Es kommt auf unser Engagement an, diese so positiv wie möglich zu gestalten", heißt es im Vorfeld der Kundgebung am Samstag in der Innenstadt. Man will sich jedenfalls nicht von sogenannten "besorgten Bürgern" die ausgeprägte Willkommenskultur und die ehrenamtliche Hilfsbereitschaft in Solingen kaputtmachen lassen. "Die Rechtsextremisten witterten Morgenluft", sagt Frank Knoche vom Bündnis gegen Rechts mit Blick beispielsweise auf Pro NRW, Pegida und AfD, die gegen Flüchtlinge hetzen würden. "Bunt statt Braun tritt absolut friedlich auf", betont Hans-Werner Bertl. Von daher werde man als Veranstalter dafür sorgen, dass sich keine Gruppen einmischen, "die nicht mit unseren Zielen konform gehen".

Quelle: RP
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