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Solingen
Wohnungen im alten Brauerei-Turm

Solingen: Wohnungen im alten Brauerei-Turm
Der Betrieb im Malteserstift St. Antonius läuft gut sagt Heimleiterin Karin Rosin. Die alten Brauerei-Gebäude warten hingegen auf eine neue Nutzung. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Der Bauantrag ist eingereicht und mittlerweile komplett, die Baugenehmigung für Veränderungen auf dem restlichen Gelände der früheren Brauerei Beckmann an der Schützenstraße steht allerdings noch aus. Von Uwe Vetter

Der kleine Schuttberg direkt an der STB-Tennishalle sieht ebenso schmuddelig aus wie das angrenzende alte Gebäude der früheren Beckmann-Brauerei an der Schützenstraße. Und auch der Brauerei-Turm vorne an der Straße ist eher ein Schandfleck. Fenster dichten das Gebäude schon längst nicht mehr ab, für Tauben und deren Hinterlassenschaften ein idealer Platz. Rein optisch hat sich in all den Jahren des Leerstands dort überhaupt noch nichts getan. Provisorische Sicherungsarbeiten mussten gar vorgenommen werden, da sich am Dach Lücken aufgetan hatten.

Da nutzen auch die gespannten grünen und blauen Planen nichts, die den Blick auf die ruinenhaften Gebäude wenigstens ein bisschen kaschieren sollen - vor allem für die Bewohner des schmucken neuen Seniorenstifts St. Antonius der Malteser. Dort zogen im Oktober vergangenen Jahres die ersten Bewohner ein, Anfang Dezember wurde die 20-Millionen-Euro-Anlage schließlich offiziell eingeweiht. Im Oktober und im Dezember war jeweils die Hoffnung damit verbunden, dass auch gleich gegenüber Neues entsteht und sich der optische Zustand nachhaltig verändert. "Anfangs war es sehr störend, mittlerweile hat man sich damit arrangiert", sagt Karin Rosin, die Heimleiterin des Malterstiftes St. Antonius.

Ginge es nach den Bewohnern, dann sollten in den verbliebenen Brauerei-Häusern - der Turm steht unter Denkmalschutz und muss deshalb erhalten werden - "vor allem Arztpraxen und eine Apotheke einziehen", erzählt Karin Rosin. Die Seniorinnen und Senioren würden immer wieder nachfragen, was und vor allem wann sich denn gegenüber in den heruntergekommenen Gebäudeteilen etwas tut. Stadtdirektor Hartmut Hoferichter weiß zumindest, was denn nun mit den verbliebenen früheren Brauerei-Gebäuden geschehen soll. "Schwerpunkt Wohnen", sagt der Baudezernent im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Bauantrag sei schon vor einigen Monaten eingereicht worden. In der Zwischenzeit mussten noch verschiedene Dinge geklärt und nachgereicht werden. "Seit Kurzem ist der Bauantrag jedoch vollständig", sagt Hartmut Hofrichter.

Zurzeit sei man im Bearbeitungs- und Beteiligungsverfahren, zumal auch der Denkmalschutz berücksichtigt werden müsse. Neben Wohnungen sollen hin zur Schützenstraße auch kleinere Ladeneinheiten entstehen.

Über die Länge des Baugenehmigungsverfahrens wollte der Stadtdirektor sich aber nicht konkret äußern. "Das dauert einige Wochen", sagt Hartmut Hoferichter. Er ist immerhin optimistisch, dass sich auf dem brachliegenden Gelände bald etwas bewegt.

Quelle: RP
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