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Solinger Tafel
Wunschzettel liegen jetzt im Rathaus aus

Solinger Tafel: Wunschzettel liegen jetzt im Rathaus aus
Neun Jahre lang hat die Solinger Morgenpost die "Aktion Wunschzettel" als Partner der Solinger Tafel begleitet. Bei unverändertem Konzept erfolgt die Geschenke-Abwicklung jetzt über die Stadt Solingen. FOTO: Kempner (Archiv)
Solingen. Kinder der Solinger Tafel dürfen sich ein Geschenk zu Weihnachten wünschen - und großzügige Solinger können sie glücklich machen. Von Verena Kensbock

Ein Weihnachtsfest ohne die Aktion Wunschzettel kann sich Brigitte Funk nicht mehr vorstellen. Im mittlerweile zehnten Jahr gibt es das Projekt der Solinger Tafel, bei der Funk Vorsitzende ist. Kinder, deren Eltern hier registriert sind, können wieder einen Wunschzettel ausfüllen, den großzügige Solinger erfüllen.

Soweit bleibt das Prinzip dasselbe, doch zwei Änderungen gibt es in diesem Jahr: Kooperationspartner der Tafel ist nun nicht mehr die Solinger Morgenpost, sondern die Stadt Solingen. "Herz und Seele der Aktion war immer Isolde Wunderlich, ehemalige Sekretärin in der Redaktion", sagt Brigitte Funk. "Da sie dort nicht mehr als Koordinatorin fungieren kann, brauchten wir einen neuen Partner, der die Wunschzettel austeilt und die Geschenke entgegennimmt."

Oberbürgermeister Tim Kurzbach ist nun Schirmherr der Aktion, und auch die Abwicklung wird über das Rathaus laufen. Die ehemalige Redaktionssekretärin Isolde Wunderlich ist nun ehrenamtlich bei der Tafel tätig und wird auch weiterhin die Aktion Wunschzettel begleiten.

Die zweite Änderung ist das Höchstalter der Kinder. Bisher durften Kinder bis zu zwölf Jahren mitmachen. Nun hat sich das Team von der Solinger Tafel dazu entschlossen, das Alter auf zehn Jahre runterzusetzen. Funk schätzt, dass etwa 400 Kinder teilnehmen werden - im vergangenen Jahr waren es mehr als 600. "Durch den Wechsel zur Stadt müssen wir erst einmal schauen, wie die Abwicklung gelingt", meint Funk. Außerdem sei es den Spendern schwergefallen, die Wünsche der Elf- und Zwölfjährigen zu erfüllen. "Die Mädchen wünschen sich Schminke oder Kleidung. Dabei wollen die meisten Spielzeug verschenken."

Vergangenen Montag hat die Ausgabe der Wunschzettel begonnen. Laut Brigitte Funk gingen bis zum Donnerstag bereits etwa 300 Wunschzettel raus. Die Mitarbeiter und Helfer der Tafel prüfen die Wunschzettel - Schulsachen, Kleidung oder Schuhe sollen etwa nicht unter dem Weihnachtsbaum liegen, sondern Spielzeug.

Auch beim Wert der Geschenke müssen die Tafel-Ehrenamtlichen den Kindern oftmals unter die Arme greifen. "Sie können oft nicht einschätzen, wie teuer gewisse Dinge sind. Wenn wir nicht aufpassen, steht dann ein Smartphone auf dem Wunschzettel", weiß Funk.

Sie hofft, durch den Wechsel des Kooperationspartners auch Spender hinzuzugewinnen. "Die Mitarbeiter der Stadt haben bereits Rund-Mails und einen Flyer der Aktion mit ihrer Gehaltsabrechnung bekommen", erklärt die Vereinsvorsitzende. "Außerdem hängen in den öffentlichen Gebäuden überall Plakate. Deshalb erhoffen wir uns einen großen Zuwachs an Spendern aus dem Rathaus."

So oder so soll kein Kind leer ausgehen. Wunschzettel, die am Ende der Aktion nicht abgeholt wurden, werden trotzdem erfüllt. So gebe es immer wieder Unternehmen oder Privatpersonen, die Bargeld spenden, von dem Isolde Wunderlich die restlichen Geschenke besorgt.

Quelle: RP
 
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