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Solingen
Wupperhofer freuen sich über Zusammenschluss

Solingen. In der Blütezeit der Solinger Chöre war ein Männergesangverein mit 100 und mehr Sängern keine Ausnahme. Obwohl immer noch der größte Männerchor der Klingenstadt, reduzierte sich auch die Mitgliederzahl beim Traditionschor MGV Wupperhof 1812 immer mehr. Jetzt pendelt sich die Stärke wieder bei gut 90 Sängern ein. Der Männerchor 1980 wird sich auflösen, und die Mitglieder haben sich komplett den Wupperhofern angeschlossen. Von Wolfgang Günther

"Wir hatten nur noch etwa 20 aktive Sänger, damit kann kein Chor auftreten", sagt der Vorsitzende Uwe Buchmann, der sein Problem dem Vorstand der Wupperhofer vorlegte und dort offene Ohren fand. Vor 35 Jahren hatte sich ein Teil des Chores aufgrund eines internen Richtungsstreits selbstständig gemacht. Die "80er" erlangten schnell einen guten Ruf in Solingen. In dieser Woche nun begann mit der ersten gemeinsamen Probe im Helga-Leister-Haus, dem Vereinsheim der Wupperhofer, eine neue Ära beim "Chor vom Bergischen Land".

Michael Schmitz begrüßte die neuen Mitglieder sehr herzlich: "Wir sind sehr stolz und glücklich, dass sie einstimmig den Weg in unseren Männerchor gefunden haben" sagte der Wupperhofer-Vorsitzende. Natürlich muss auch beim Chorgesang alles seine Ordnung haben. Jeder neue Sänger bekam die Mitgliedsnadel, die gedruckte Satzung, einen Aufkleber für die Auto-Heckscheibe sowie eine CD mit Aufnahmen vergangener Konzerte. Mit einem kräftigen Handschlag wurde die wiedergewonnene Freundschaft besiegelt.

Bevor die Probe unter Leitung des Dirigenten Heinz Walter Florin begann, ehrte Michael Schmitz Gerhard Becker für seine 70-jährige Mitgliedschaft. Uwe Buchmann, der bereits im Alter von drei Jahren vorwitzige Bekanntschaft mit dem Männerchor gemacht hatte, wird Ende nächsten Monats endgültig die erfolgreiche Geschichte der "80er" beenden. "Wir haben das Notenmaterial bereits ins Archiv im Helga-Leister-Haus gebracht", erzählte der Tenor. Natürlich singt Uwe Buchmann auch im Chor mit - er ist aber ebenso als Solist in vielen Gegenden Deutschlands gefragt. Das Restvermögen seines Chores kommt einem ganz besonderen Projekt zugute: "Es wird ein Buch über die 35-jährige Geschichte der '80er' erscheinen, mit dem wir uns auch bei unseren Sponsoren bedanken möchten".

Dann musste Buchmann zur Probe eilen, denn der Chorleiter hatte seinen Taktstock zum Eingangslied gehoben. So erklangen wieder einmal die Stimmen von etwa 90 Sängern - das hat es im Saal des Helga-Leister-Hauses lange nicht gegeben. Der erste öffentliche Auftritt ist am 26. Mai beim Chorfest im Altenberger Dom. Am 4. und 5. Juni gestaltet der Männerchor zwei Konzerte im Vereinsheim an der Kotter Straße.

Quelle: RP
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