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Solingen
Zahl der Arbeitslosen im Dezember fast unverändert

Solingen. Der Solinger Arbeitsmarkt stagniert. Das geht aus den gestern von der Agentur für Arbeit Solingen/Wuppertal veröffentlichten Zahlen für den Dezember 2015 hervor. Demnach suchten zum Jahresende 7331 Männer und Frauen in der Klingenstadt einen neuen Job. Das sind 13 weniger als im November sowie zwei weniger im Vergleich zum Dezember 2014. Von Martin Oberpriller

Das bedeutet, dass sich die Arbeitslosenquote in Solingen nicht veränderte. Wie im Oktober und November lag sie bei 8,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum registrierten die Statistiker der Agentur für Arbeit hingegen einen leichten Rückgang der Quote um 0,2 Prozentpunkte, was damit zusammenhängt, dass die Zahl aller Erwerbstätigen in Solingen binnen Jahresfrist leicht anstieg.

Insgesamt zog die Arbeitsagentur für das Jahr 2015 eine positive Bilanz. "Wir hatten einen stabilen Arbeitsmarkt mit sinkender Arbeitslosigkeit, steigender Beschäftigung und gestiegener Arbeitskräftenachfrage der heimischen Unternehmen", sagte Dr. Bettina Wolf, Chefin der Agentur für Arbeit Solingen/Wuppertal, mit Blick auf das gesamte Bergische Städtedreieck. Besonders erfreulich habe sich dabei die Jugendarbeitslosigkeit entwickelt. Sie sei, so Wolf, in den bergischen Großstädten auf den niedrigsten Stand seit 1992 gesunken.

Allerdings gibt es auf dem hiesigen Arbeitsmarkt auch weiterhin Problemgruppen. So stieg der Anteil der Langzeitarbeitslosen, also jener Menschen, die länger als ein Jahr auf der Suche nach einer neuen Anstellung sind, im abgelaufenen Jahr weiter an. Im Städtedreieck lag ihre Zahl im Dezember 2015 bei 21.741, das sind 262 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Und auch die Zahl der arbeitslos gemeldeten Ausländer entwickelte sich steil nach oben. Hatte die Quote bei dieser Personengruppe vor einem Jahr noch bei 18,3 Prozent gelegen, so stieg der Anteil Ende Dezember auf einen Wert von 21 Prozent - ein Plus von rund 13 Prozent.

Dementsprechend plant die Agentur für Arbeit Maßnahmen, um die Betroffenen schneller in Arbeit zu bringen. "Hier setzen wir einen Arbeitsschwerpunkt, um Potenziale zu fördern und damit die gesellschaftliche Integration erst zu ermöglichen", kündigte Agenturchefin Wolf an.

Denn tatsächlich sind die Chancen, bei entsprechender Qualifikation einen Job zu finden, so gut wie lange nicht mehr - auch in Solingen. In der Klingenstadt waren im Dezember 904 offene Stellen gemeldet. Das sind 47 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gesucht werden unter anderem Verkäufer, Altenpfleger, Erzieher sowie Kräfte für die Metallbearbeitung.

Quelle: RP
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