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Solingen
"Ziemlich beste Freunde" im Solinger Theater

Solingen. Französischer Erfolgsfilm wird zum Bühnenstück.

Der reiche, seit einem Paragliding-Unfall vom Hals abwärts gelähmte Philippe hat genug vom scheinheiligen Mitleidsgetue seiner Umwelt. Und er sucht einen neuen Pfleger, denn keiner hält es länger bei ihm aus. Da schneit der freche Ex-Knacki Driss aus der Pariser Banlieue herein, der - um Arbeitslosengeld beziehen zu können - eigentlich nur Philippes Unterschrift auf seiner Ablehnung braucht. Doch der ebenso respekt- wie furchtlose Außenseiter gefällt Philippe und so engagiert er ihn vom Fleck weg. Eine gute Entscheidung, denn die ungleichen Männer werden mit der Zeit ziemlich beste Freunde.

"Ziemlich beste Freunde" ist ein höchst amüsanter Zusammenprall der Kulturen und Mentalitäten - eine emotionsgeladene Geschichte um Liebe, neuen Lebensmut und Freundschaft. Aus dem gleichnamigen Film von Éric Toledano und Olivier Nakache, dem französischen Überraschungs-Kino-Knüller der Saison 2011/12, hat der Schauspieler, Regisseur und Autor Gunnar Dreßler ein ebenso berührendes wie witziges Theaterstück gemacht, das die tragikomischen Ereignisse leicht und liebevoll erzählt. Der Film, den in Deutschland rund neun, in Frankreich sogar 19,2 Millionen Kinozuschauer sahen, basiert auf der Autobiografie des aus adliger Familie stammenden ehemaligen Geschäftsführers der Champagnergesellschaft Pommery, Philippe Pozzo di Borgo.

Als Gastspiel des Tournee-Theaters Thespiskarren ist die Bühnenfassung von "Ziemlich beste Freunde" am 28. September, um 19.30 Uhr im Pina-Bausch-Saal des Solinger Theater und Konzerthauses zu sehen. In der Inszenierung von Gerhard Hesse spielen Timothy Peach, Felix Frenken, Sara Spennemann und Michel Haebler. Eintrittskarten kosten zwischen 13,70 und 26,50 Euro.

(red)
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