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Solingen
Zufahrt zur A 46 acht Wochen gesperrt

Solingen: Zufahrt zur A 46 acht Wochen gesperrt
Ortstermin an der Kotzerter Straße (v.l.): Wulf Riedel (Technische Betrieb), Bauleiter Dieter Reichstein und Sonja Häcker (Stadtdienst Planung und Mobilität) demonstrieren, wie breit der Bürgersteig künftig wird. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Ab dem kommenden Montagmorgen wird an der Kotzerter Straße ein Gehweg gebaut. Von Fred Lothar Melchior

Um sieben Uhr wird die Baustelle eingerichtet, ab neun Uhr ist die Kotzerter Straße im unteren Bereich in beide Fahrtrichtungen gesperrt: Dort erhält der bei vielen Solingern beliebte Schleichweg zur A 46 ab Montag, 22. Februar, einen kleinen Bürgersteig. Weil die Straße nur 4,80 Meter breit ist, brauchen die Bauarbeiter die gesamte Fläche. "Das hat eine gewisse Brisanz", kommentiert Wulf Riedel von den Technischen Betrieben. Er erinnert daran, dass die Kotzerter Straße bereits 2015 tageweise nicht befahrbar war.

Jetzt sollen es rund acht Wochen werden, in denen die Pendler über die ebenfalls enge Eipaßstraße ausweichen müssen. Von Vorteil sei, so Riedel, dass zwei der acht Wochen auf die Osterferien fallen. "Dieser Gehweg ist ja eine unendliche Geschichte", blickt Sonja Häcker, Ab-teilungsleiterin Mobilität und generelle Planung, auf Diskussionen in den 90er Jahren zurück.

2013 befassten sich die Bezirksvertreter noch einmal mit dem von Anliegern gewünschten Gehsteig; 2015 standen dann die Mittel zur Verfügung.

Etwa 90.000 Euro wird der zirka 100 Meter lange und 1,25 Meter breite Abschnitt kosten; rund ein Drittel trägt die Familie Dinnebier, den Solingern unter anderem durch den Lichtturm in Gräfrath bekannt. Die Familie wohnt in der Bausmühle an der Ecke Kotzerter Straße/Bausmühlenstraße und gibt einen Teil ihres Grundstücks für den Fußweg auf. "Seit 15 Jahren kämpfe ich dafür, dass hier ein Gehweg entsteht", sagt Jenny Dinnebier.

Die Naturpädagogin unterrichtet Kinder, die von der Bushaltestelle an der Straße Eschbach über die Kotzerter Straße laufen - eine Strecke, die auch Teil des Klingenpfads ist und die sich Wanderer bisher mit Auto- und Zweiradfahrern teilen mussten. Der Weg kann gefährlich sein: "Wir haben hier locker 10.000 Autos am Tag", erläutert Jenny Dinnebier, "und die Leute werden immer brutaler." Ständig laufe man Gefahr, "von einem Rückspiegel angetickt zu werden".

Dieses Risiko soll das neue Trottoir verringern, das an der Bausmühlenstraße beginnt (an der Brücke über die Itter wird die Straße deshalb schmaler) und im südlichen Bereich der Kotzerter Straße verlaufen wird. Bei den Arbeiten werden zunächst ein Sichtschutzzaun aus Holz entfernt und bis zu acht Bäume gefällt.

Der Gehweg selbst wird nicht asphaltiert oder gepflastert, sondern erhält eine sogenannte wassergebundene Decke. Ausführende Firma ist der Straßen- und Tiefbaubetrieb Hugo Monheimius. Dessen Mitarbeiter versprechen, dass Fahrradfahrer die Kotzerter Straße trotz Sperrung weiter nutzen können. Für die Polizei ist die Kotzerter Straße eher unauffällig. Seit Anfang des vergangenen Jahres nahmen die Beamten elf Verkehrsunfälle auf. "Für eine Ausfallstraße ist das ein durchaus normaler Wert", erklärt Pressesprecherin Anja Meis.

In den vergangenen drei Jahren habe es nur einen Unfall mit Personenschaden gegeben: Im Oktober 2015 wurde ein Mann leicht verletzt.

Quelle: RP
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