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Tönisvorst
Alexianer modernisieren das Strom- und Heizsystem

Tönisvorst: Alexianer modernisieren das Strom- und Heizsystem
Vor dem Blockheizkraftwerk (v.li.): Phillipp Birkenstock (RWE), Christoph Franzen, Karl-Friedrich Schmidt, Anne Natale (RWE), Michael Wilke. FOTO: W. KAISER
Tönisvorst. Ein neues Blockheizkraftwerk haben die Alexianer installiert. Die moderne Technik im Keller versorgt Krankenhaus und Altenheim mit Strom und Wärme. Von Stephanie Wickerath

Es sieht ganz unscheinbar aus, das Blockheizkraftwerk, das seit ein paar Tagen im Keller des Alexianer Krankenhauses an der Hospitalstraße in St. Tönis steht. Aber der kleine Kasten hat es in sich. "Wir werden damit das komplette Haus mit Strom versorgen", sagt Sascha Stirl, technischer Projektleiter bei der RWE Energiedienstleistungsgesellschaft. Rund eine halbe Million Euro an Energiekosten will die Alexianer GmbH durch die Neuerung in den nächsten neun Jahren - so lange lauft der Dienstleistungsvertrag mit RWE - einsparen. Damit rechnet sich das neue Blockheizkraftwerk für das Unternehmen.

Bisher kam der Strom für Krankenhaus und Altenheim von dem lokalen Energieversorger NEW. Mit dem Blockheizwerk im Keller können die Alexianer jetzt ihren eigenen Strom erzeugen. "Und die Wärme, die dabei abfällt, wird über die Kraft-Wärme-Kopplung für die Wärmeversorgung der Einrichtungen genutzt", erklärt Anne Natale, Energiemanagerin bei RWE.

Umbauten in den Häusern seien dafür nicht notwendig gewesen. "Für die Patienten des Krankenhauses und die Bewohner der Senioreneinrichtung gab und gibt es keine Einschränkungen", versichert Michael Wilke, Geschäftsführer der Alexianer Tönisvorst GmbH.

Lediglich die sieben Unterstationen der Heizungsanlage mussten für das Blockheizkraftwerk modernisiert werden. "Durch die Optimierung der Unterstationen wird der Verbrauch an Heizenergie deutlich gesenkt", sagt Sascha Stirl. Außerdem sei die Effizienz der Gesamtanlage verbessert worden, so dass, laut RWE, 270 Tonnen CO2 im Jahr eingespart werden.

Der Strom, den das Blockheizkraftwerk über einen Generator, der mit Erdgas betrieben wird, erzeugt, wird zu 100 Prozent für die Einrichtung der Alexianer genutzt. "Für uns ist das, nach Einrichtung des neuen OP-Trakts, ein weiterer Schritt zu einem modernen Haus", sagt Geschäftsführer Wilke. Neben dem Umweltschutz stünde dabei auch die Wirtschaftlichkeit im Fokus.

Investitionskosten hatte die Gesellschaft durch die Neuerung nicht. Vielmehr hat sie mit RWE einen Dienstleistungsvertrag abgeschlossen, der den Bau der Anlage, die Instandhaltung und die Wartung über der Zeitraum von neun Jahren beinhaltet.

Quelle: RP
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