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Tönisvorst
Auf der Suche nach dem Diamanten

Tönisvorst: Auf der Suche nach dem Diamanten
Das Cocomico-Theater Köln gastierte mit dem Kindermusical "Käpt'n Blaubär" in St. Tönis. Als das Rätsel aufgelöst war, haben alle gemeinsam Tee getrunken. FOTO: wolfgang kaiser
Tönisvorst. "Käpt'n Blaubär" war zu Gast beim Stadtkulturbund Tönisvorst. Mit ihm kamen natürlich Hein Blöd und die drei schlauen Enkel. Von Stephanie Wickerath

Die drei kleinen Bärchen sind es, die die Herzen des Publikums im Sturm erobern. In Gelb, Rosa und Grün kommen sie auf die Bühne und ihre Gesichter sind so hübsch geschminkt, dass jedes Kind im Publikum sie anlächeln muss. Außerdem sind sie natürlich sehr schlau und überführen Opa Blaubär (mit norddeutschen Dialekt gespielt von Michael Balte) immer wieder der Lüge, was den kleinen Zuschauern ebenfalls gut gefällt.

"Käpt'n Blaubär" heißt das Musical, mit dem die Schauspieler des Kölner Cocomico-Theaters seit fast zwei Jahren auf Tournee sind. Nun lagen sie, auf Einladung des Stadtkulturbundes, in St. Tönis vor Anker. Vorstellen müssen sich die Figuren nicht, alle Kinder im Saal kennen den blauen Bären, der so gerne Lügengeschichten erzählt, seinen Steuermann Hein Blöd (hier gespielt von Stefan Stechmann) und die drei pfiffigen Enkel des Käpt'n (dargestellt von Deniz Fingskes, Marion Müller und Andrea Esser) aus der "Sendung mit der Maus". Auf der Bühne gesellen sich noch die fleischfressende Zimmerpflanze Karin und das Flöt hinzu.

Während die Geschichte an sich etwas zu wünschen übrig lässt, sind die Gesangseinlagen von höchster Güte. Nicht nur stimmlich sind die Musical-Darsteller brillant, auch die Arrangements kommen gut an, weil sie viel Schwung und gute Laune in den Saal bringen. Und da die Lieder auf Deutsch gesungen werden, können die Kinder die Refrains mitsingen. Außerdem ist das Bühnenbild - auch dank des gekonnten Einsatzes von Lichttechnik und einer Nebelmaschine - sehr gelungen. Im Mittelpunkt steht das Holz-Boot "Elvira", das mit verschiedenen Ebenen gleich mehrere Bühnen bietet, auf denen sich die Akteure verteilen können. Der Hintergrund ist ein blauer Himmel mit weißen Wolken. Auch die Kostüme kommen gut an beim Publikum.

Außerdem werden die Kinder an einigen Stellen in die Handlung einbezogen und um Rat gefragt, den sie natürlich gerne erteilen. Die Geschichte ist schnell erzählt: Die Bärchen haben genug von den Lügengeschichten ihres Opas und beschließen, ihm selber "einen Bären aufzubinden". Sie erfinden ihre Entführung und schreiben einen Erpresserbrief: Käpt'n Blaubär und Hein Blöd sollen den großen Diamanten, "Das Auge des Tigers", finden, wenn sie die Bärchen zurück haben wollen. Im Folgenden treten die kleinen Bärchen in allen möglichen Kostümierungen auf und veräppeln Käpt'n Blaubär und Hein Blöd. Das allerdings ist dramaturgisch nicht gut gelöst. Die Zuschauer wissen nicht so recht, was sie mit den Figuren Occto-Tussi, Taucher und weißer Kai anfangen sollen, die aussehen wie die Bärchen, aber ganz andere Rollen spielen.

Nach 90-minütiger Spielzeit aber, die von einer Pause unterbrochen ist, löst sich alles auf und die kleinen Zuschauer haben Spaß daran, dass die Bärchen ihren ach so schlauen und erfahrenen Großvater so schön reingelegt haben. Ach ja, und der Diamant wird natürlich auch gefunden. Allerdings stellt sich heraus, dass es sich dabei um ein Stück Kandiszucker handelt, weshalb zum Abschluss alle zusammen erstmal einen Tee trinken.

Quelle: RP
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