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Tönisvorst
Aus dem Kress-Gelände wird jetzt Mays Werk

Tönisvorst: Aus dem Kress-Gelände wird jetzt Mays Werk
Projektentwickler Stephan van der Kooi, Fachbereichsleiter Marcus Beyer, Wirtschaftsförderer Markus Hergett und Bürgermeister Thomas Goßen (v.l.n.r.) vor dem Teich und dem neuen China-Restaurant, das am Mittwoch eröffnen will. FOTO: Kaiser Wolfgang
Tönisvorst. Emsiges Treiben herrschte gestern auf dem Businesspark am Maysweg. Im China-Restaurant "Oriental Garden", das am Mittwoch mittags für den normalen Betrieb öffnen will. wird noch an der Einrichtung gewerkelt. Davor, im 20 mal 35 Meter großen Bassin mit kleinen Fontänen, wurden gestern 50 Albino-Graskarpfen ausgesetzt. Von Heribert Brinkmann

Projektentwickler Stephan van der Kooi zeigte sich gestern beim Rundgang mit Bürgermeister Thomas Goßen, Fachbereichsleiter Marcus Beyer und Wirtschaftsförderer Markus Hergett hochzufrieden. Im ersten Bauanschnitt wurden Räumlichkeiten von insgesamt 22.000 qm geschaffen, von denen rund 21.500 qm bereits vermietet sind. Das Grundstück des ehemaligen Kress-Geländes ist 52.000 qm groß. In einem hinteren Teil des Geländes sollen in einem zweiten Bauabschnitt noch mal 7000 qm erschlossen werden. Die Familie Kress wünschte, den Namen Kress-Gelände nicht mehr weiter zu nutzen. So firmiert der Businesspark am Maysweg jetzt als Mays Werk. Van der Kooi geht dabei sehr behutsam mit dem alten Bestand um. Teile bleiben als Industriedenkmal erhalten, andere werden abgerissen oder umgebaut.

So ist der Uhrenturm zu einem markanten Gebäude geworden. Wo früher die Küche für die Werkskantine war, haben der Baumaschinenverleih SBG und der Beautysalon von Rabea Gatzweiler Platz gefunden. Vorne an der Einfahrt hat bereits der Zoobedarfsladen Hitzegrad ein neues Ladenlokal gefunden und von wird vielen Kunden angefahren. Parkplätze sind an mehreren Stellen zahlreich vorhanden. Vor dem Fitnessstudio Tönisvorst kann man direkt parken, sogar unter einer Eisendeckenkonstruktion, die von der alten Halle stehengelassen wurde.

Der Uhrenturm ist liebevoll restauriert worden. Auch der Wasserturm, markantes Zeichen des Businessparks, soll noch saniert werden. FOTO: WOLFGANG Kaiser

Über dem China-Restaurant ist die Mode eingezogen. Im ersten Stock trifft man auf Girmes International. Von St. Tönis wird mit Stoffen gehandelt. Früher war Girmes ein großes Textilwerk in Oedt. Nebenan in einem loftartigen Büro mit sichtbaren Stahlträgern arbeitet die DG Project Service GmbH, die Hotels mit Textilien ausstattet. Im China-Restaurant, das übrigens auch ein eigenes Kinderspielzimmer hat, werden 280 Gäste drinnen und 100 draußen Platz finden. Im hinteren Teil des Restaurants finden sich historische Fotografien von der Textilveredlungsfabrik Kress und Söhne. Die Textilunternehmen, die heute noch auf dem Gelände arbeiten, haben die Mietverträge bis 2022 verlängert. Der Schornstein wird heute noch benutzt. Ein Unternehmen, das Fasern veredelt, nutzt für das Verfahren Dampf. Die Fasern kommen in Textilien für den Kofferraum von Autos, aber auch im Airbus A 380 zur Anwendung. Ein anderes Unternehmen konfektioniert Tarnstoffe für militärische Zwecke.

Quelle: RP
 
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