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Digitalisierung in Tönisvorst
Aus für die Kupferkabel

Digitalisierung in Tönisvorst: Aus für die Kupferkabel
Ein Glasfaser-Leerrohr (Symbolfoto). FOTO: dpa, reh tba
Tönisvorst. Die Digitalisierung hat sich die CDU Tönisvorst auf die Fahnen geschrieben. Bei der Mitgliederversammlung gab es einen Vortag der Firma "Deutsche Glasfaser". Von Stephanie Wickerath

Einige Initiativen habe die CDU-Fraktion bei ihrer jüngsten Klausurtagung beschlossen, teilt Christian Rütten, gemeinsam mit Andreas Hamacher Fraktionsvorsitzender, den etwa 60 versammelten Parteimitgliedern im Haus Vorst mit. "Die Innere Sicherheit ist eine Kernaufgabe", sagt Rütten. Niemand dürfe sich vor seiner Haustür ängstigen. "Deshalb fordern wir einen Mitarbeiter mehr für den Kommunalen Ordnungsdienst und flexiblere Arbeitszeiten, besonders in den Sommermonaten", verkündet der Fraktionsvorsitzende. Einen entsprechenden Antrag wolle die Fraktion in Kürze im Fachausschuss einbringen.

Außerdem fordert die CDU, dass feste und versenkbare Poller an den Einmündungen zur Fußgängerzone in St. Tönis aufgestellt werden. "Und wir wollen, dass die Hausmeister der Asylunterkünfte mehr Lohn bekommen, denn sie sind oft die ersten Ansprechpartner für die Flüchtlinge", sagt Rütten, der sich auch dafür einsetzen will, dass vom Land mehr Geld für die Flüchtlingsunterbringung und Versorgung in der Stadt ankommt. "Und auch bei uns stand die Digitalisierung auf der Tagesordnung", beendet Rütten seinen Vortag. "Wir wollen eine zusätzliche IT-Stelle in der Verwaltung schaffen, damit wir einen kompetenten Mitarbeiter haben, der für die Digitalisierung der Schulen und des Rathauses zuständig ist."

Digitalisierung ist auch das Thema der Mitgliederversammlung. "Smart City Tönisvorst" lautet die Überschrift eines Positionspapiers, das der stellvertretende CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dirk Louy und der JU-Vorsitzende Michael Landskron entworfen haben. Unternehmen in der Stadt durch eine gezielte Wirtschaftsförderung beim digitalen Wandel unterstützen, Schulen an ein Glasfasernetz anschließen und mit einer digitalen Stadtverwaltung Behördengänge erleichtern sind einige der vorgegebenen Ziele.

Um diese Ziele umsetzen zu können, will der CDU-Stadtverband den Ausbau des Glasfasernetzes vorantreiben. Wie aber funktioniert Glasfaser und was kommt bei einem Ausbau auf die Stadt zu? Um diese Fragen zu beantworten, hat der Vorstand Marcus Klein, Mitarbeiter des Unternehmens "Deutsche Glasfaser", eingeladen. Die alten Kupferleitungen, die in den meisten Teilen des Landes in der Erde lägen, hätten lange dafür gesorgt, dass Deutschland eines der stabilsten Telefonnetze hatte, sagt der 47-Jährige. Mit der Datenflut der Gegenwart aber seien diese Leitungen hoffnungslos überfordert.

"Mehr als 200 Mbits sind nicht drin, und das ist schon selten genug wirklich möglich", sagt der Nachrichtentechnik-Ingenieur. Glaserfaserleitungen hingegen seien in der Lage, unendlich viele Mbits zu transportieren. "Wir brauchen heute schon mehr als 200 Mbits, und in Zukunft wird das Datenvolumen noch deutlich zunehmen", versichert der Bereichsleiter. In Tönisvorst hat die Deutsche Glasfaser bereits erfolgreich Überzeugungsarbeit geleistet. Noch in diesem Jahr soll das St. Töniser Gewerbegebiet Höhenhöfe mit Glasfaser versorgt werden, im nächsten Jahr Vorst.

Abschließend verkündet der Vorsitzende Günter Körschgen, dass der Stadtverband am 1. Dezember ein Bürgerbüro an der Antoniusstraße in St. Tönis eröffnen werde. "Wir wollen näher am Bürger sein und uns in der Mitte der Stadt als Ansprechpartner präsentieren", sagt der 74-Jährige.

Quelle: RP
 
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