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Tönisvorst
Ausstellung zeigt Schönheit und Verfall

Tönisvorst. Klaus Peter Schutte zeigt noch bis Mitte Juli Fotos im Gemeindezentrum der evangelischen Kirche. Von Stephanie Wickerath

So unterschiedlich die 18 Aufnahmen auch sind, die zurzeit im Flur des evangelischen Gemeindezentrums St. Tönis zu sehen sind, nach dem Fokus der Fotoausstellung gefragt, fällt Klaus Peter Schutte der Titel "Schönheit und Verfall" ein. Und tatsächlich lassen sich die teilweise sehr kunstvollen Aufnahmen des St. Töniser Hobbyfotografen darunter gut zusammenfassen.

So zeigt Schutte in seiner ersten Ausstellung viele Fotos aus Kuba, wo Pracht und Verfall oft nur eine Straßenseite voneinander entfernt sind. Unter die Überschrift "Schönheit" fällt für den Hobbyfotografen, der im Posaunenchor der Kirchengemeinde mitspielt, das Foto des Trompetenspielers in Havanna. Auch das pinkfarbene Oldtimer-Taxi, dessen polierter Lack in der Sonne glänzt, und die Architekturfotografien gehören dazu. "Das ist in Sevilla entstanden", sagt Schutte und deutet auf einen Ausschnitt aus der Holzkonstruktion Metropol Parasol. "Ich habe das Foto in der blauen Stunde gemacht, in der das Holz gelb und lila angestrahlt wird und der Himmel dieses besondere Blau hat."

Aber nicht nur die natürlichen Lichtspiele und Farben begeistern den 60-Jährigen, der hauptberuflich Maschinenbauingenieur ist. "Die technischen Möglichkeiten der digitalen Fotografie reizen mich", sagt Schutte, der seit 15 Jahren mit einer digitalen Spiegelreflexkamera arbeitet. So sei jedes Foto eine Kombination aus dem Motiv, der Bearbeitung am Computer und der Idee im Kopf. Das wird besonders deutlich bei den Fotos, die im Gebäude der Museumsinsel Hombroich bei Neuss entstanden sind. Sie zeigen etwa eine Zimmerecke oder eine Ruhebank und leuchten ausschließlich in der Farbe Weiß und ihren feinen Nuancen - mit verblüffendem fast jenseitigem Effekt.

Zu sehen ist die Ausstellung im evangelischen Gemeindezentrum an der Hülser Straße noch bis Mitte Juli nach den Gottesdiensten und zum Kirchcafé, das jeden dritten Sonntag im Monat angeboten wird. Die Ausstellung gehört zur Kulturreihe "Götterspeise", die die Kirche gemeinsam mit dem Stadtkulturbund Tönisvorst ins Leben gerufen hat.

Quelle: RP
 
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