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Tönisvorst
AWG sucht Flächen für günstiges Wohnen

Tönisvorst: AWG sucht Flächen für günstiges Wohnen
Das hauptamtliche Vorstandsmitglied Michaela Karth, Dr. Dirk Haverkamp, Vorsitzender des Aufsichtsrates, und Walter Schöler, ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender, stehen für die Allgemeine Wohnungsgenossenschaft. FOTO: W. KAISER
Tönisvorst. Die Allgemeine Wohnungsgenossenschaft Tönisvorst lud zur Mitgliederversammlung ins Marienheim ein. Walter Schöler, der im kommenden Jahr 70 wird, bleibt weiter an der Spitze der Genossenschaft. Von Willi Schöfer

"Es wäre schön, wenn wir noch mehr Flächen hätten, auf denen wir preiswerten Wohnraum errichten könnten", sagte bei der Vollversammlung der Allgemeinen Wohnungsgenossenschaft (AWG) Tönisvorst der ehramtliche Vorstandsvorsitzende Walter Schöler. Dies war ein kleiner Seitenhieb auf die Stadt - verbunden mit der Hoffnung, der Genossenschaft preiswertere Grundstücke anzubieten. Am Mittwochabend traf sich die AWG im Marienheim. Bei der Genossenschaft mit ihren derzeit 659 Mitgliedern ist alles im grünen Bereich. Vorstand als auch Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet.

Bei der AWG war es Ende des vergangenen Jahres zu personellen Veränderungen gekommen. Daran erinnerte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Dr. Dirk Haverkamp. So hatte zum 1. Oktober 2015 das neue hauptamtliche Vorstandsmitglied, Michaela Karth, Klaus Müller abgelöst. Michaela Karth leitet auch die Geschäftsstelle. Er erinnerte auch an die großen Verdienste des ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedes Hans Jürgen van den Boom, der im Dezember des Vorjahres verstorben war. Seine Aufgabe übernahm Heinz-Arthur Schreinermacher, der zuvor im Aufsichtsrat saß. Für ihn rückte jetzt Anke Kremer nach. Erneut das uneingeschränkte Vertrauen für drei weitere Jahre bekamen Dirk Haverkamp und Bürgermeister Thomas Goßen, der ebenfalls dem Aufsichtsrat angehört.

Die gute Bilanz des Vorjahres zog Michaela Karth. Die Bilanzsumme belief sich ähnlich wie im Jahr davor auf rund 14,8 Millionen Euro. Obgleich vor allem wegen getätigter Investitionen der Bilanzgewinn des Jahres 2014 (78.332 Euro) nicht erreicht werden konnte und 2015 bei 55.313 Euro lag, waren die Verantwortlichen zufrieden. Vom Jahresüberschuss wurden etwa 21.260 Euro den Rücklagen zugeführt. Der restliche Betrag von etwa 34.000 Euro wird wahrscheinlich Mitte Juli mit einer vierprozentigen Dividende auf die jeweiligen Geschäftsguthaben ausgezahlt. Auch dies wurde jetzt beschlossen. Die Eigenkapital-Quote beträgt derzeit stolze 37 Prozent, mithin 5,47 Millionen Euro.

Die AWG hat derzeit in St. Tönis 74 Häuser mit 419 Wohnungen in ihrem Bestand, außerdem 160 Garagen und Tiefgaragenstellplätze und zwei sonstige Einheiten (Geschäftsstelle und ein vermietetes Ladenlokal). Die durchschnittliche Miete beziehungsweise Nutzungsgebühr belief sich im Vorjahr nur auf 4,63 Euro pro Quadratmeter. Die Leerstandsquote lag bei nur 1,4 Prozent, wird voraussichtlich in diesem Jahr weiter zurückgehen.

"Die AWG konnte auch im Geschäftsjahr 2015 ihre gute Stellung am lokalen Wohnungsmarkt behaupten", so stand es unter anderem im Lagebericht. In die Bestandspflege waren im Vorjahr rund 645.000 Euro investiert worden. Eine weitere Investition soll sich noch bezahlt machen: So werden derzeit die alten AWG-Häuser Corneliusplatz 56 bis 60 kernsaniert. Hier beläuft sich die Gesamtinvestition auf rund 2,3 Millionen Euro; die Genossenschaft muss dazu einen Eigenanteil von etwa 520.000 Euro leisten.

Der neue Dachstuhl der Häuser am Corneliusplatz ist fast fertig. Dort entstehen 22 Wohnungen, Ein-Zimmer-Appartements aber auch Zwei- und Drei-Zimmerwohnungen. Die Häuser 58 und 60 erhalten zusätzlich Aufzüge. Mit der Fertigstellung wird Mitte 2017 gerechnet. Es gibt eine Warteliste, dennoch können sich weitere Interessenten bei der AWG melden: Hochstraße 63, St. Tönis, Ruf 02151 158100 oder Mail an: "mailto:info@awg-toenisvorst.de" .

AWG-Vorstandsvorsitzender Walter Schöler meinte noch, dass man alles daran setze, auch zukünftig preiswerten Wohnraum anzubieten, und sagte abschließend: "Wir sind aber kein Wünsch-Dir-Was-Unternehmen für die Allgemeinheit, sondern werden auch in der Zukunft ausschließlich für unsere Mitglieder da sein."

Quelle: RP
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