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Tönisvorst
Beliebte Arien und Songs zum Mitsingen

Tönisvorst: Beliebte Arien und Songs zum Mitsingen
Das Sorbische National-Ensemble Bautzen begeisterte zum dritten Mal das Publikum der beiden Neujahrskonzerte im St. Töniser Forum Corneliusfeld. Die obligate Zugabe war natürlich wieder der Radetzkymarsch. FOTO: WOLFGANG KAISER
Tönisvorst. Für die beiden Neujahrskonzerte hatte der Stadtkulturbund zum dritten Mal das "Sorbische National-Ensemble" aus Bautzen eingeladen. Auch in diesem Jahr wurden Orchester und Solisten begeistert gefeiert. Von Jürgen Karsten

Ohne Franz Lehár und Johann Strauß kommt kein gutes Neujahrskonzert aus - diese Devise galt auch wieder für die beiden gutbesuchten Neujahrskonzerte, die der Tönisvorster Stadtkulturbund einmal mehr mit dem schon aus Vorjahren bestens bekannten Orchester samt Ballett des Sorbischen National-Ensembles veranstaltete.

Junge, talentierte und sehr gut ausgebildete Solisten wie die junge Schweizerin Rahel Indermaur und der Leipziger Tenor André Khamasmie taten das Ihre hinzu, um die so populären Konzerte zum Jahresbeginn zu einem vollen Erfolg werden zu lassen. Zu Beginn begrüßte Stadtkulturbund-Vorsitzender Peter Siegel die Konzertfreunde, die an beiden Terminen das Forum bis auf den letzten Platz füllten und erinnerte daran, dass das Sorbische National-Ensemble in diesem Jahr zum nunmehr dritten Mal in Tönisvorst auftrat und stets begeistert gefeiert wurde.

Auch in diesem Jahr kam das äußerst populäre Konzert wieder sehr gut an. Das Publikum dankte zum Schluss des Abends nach dem Duett "Tanzen möcht ich" von Emmerich Kálmán und der "Tritsch-Tratsch-Polka" sowie der obligaten Zugabe, dem "Radetzkymarsch", durch Mitklatschen und anhaltenden Beifall.

Unter der Stabführung des Chefdirigenten Dieter Kempe, der das Ensemble seit Jahren zurückhaltend, aber gefühlvoll leitet, starteten die beiden Konzerte am Samstagabend und am Sonntagvormittag mit dem "Kaiserwalzer" und dem Solo von Rahel Indermaur "So elend und so treu" von Johann Strauß. "Der alte Brummbär" von Marschkönig Julius Fucik gab dem Solofagottisten Milan Musicazs die Gelegenheit, sein großes Können zu demonstrieren. Von Jurij Pilk spielte das Orchester dramatisch und schwungvoll die Ouvertüre aus "Smjertnica" ("Todesgöttin"), ehe die Solisten so bekannte Ohrwürmer wie "Dein ist mein ganzes Herz" und "Wer hat uns die Liebe ins Herz gesenkt" (beide Sänger) aus der Operette von Franz Lehár "Das Land des Lächelns" intonierten.

Die Strauß-Polka "Unter Blitz und Donner" gehört klassisch ins Repertoire eines Neujahrskonzertes und der vor der Pause erklingende "Frühlingsstimmenwalzer" von Johann Strauß ebenfalls. Dazwischen lagen eher weniger bekannte "Sorbische Walzermelodien" von Jurij Pilk und Jurij Winar und zwei populäre Lieder aus Eduard Künnekes "Der Vetter aus Dinsgda": "Ich bin nur ein armer Wandergesell" (Khamasmie) und "Strahlender Mond" (Indermaur).

Nach der Sektpause wandelte sich der Charakter der Konzerte von der Operette zu den Musicals, der elanvolle Schwung des Orchesters aber blieb. George Gershwins swingende Ouvertüre zu "Girl Crazy" zum Auftakt, dann sang Rahel Indermaur eindringlich den Evergreen "Over the Rainbow" aus Harold Arlens "Der Zauberer von Oz" und beide Solisten begeisterten stimmgewaltig mit den bestens bekannten Songs "Maria" und "Tonight" aus der "West Side Story" von Leonard Bernstein. Der Ohrwurm "Puttin on the Ritz" wurde mit ebenso viel Schwung dargeboten wie Leroy Andersons "Belle of the Ball" und die Lehár-Oldtimer "Gern hab ich die Frauen geküsst" (Khamasmie) und "Meine Lippen, die brennen so heiß" (Indermaur). Die junge Schweizerin Rahel Indermaur, die bei der großen Grace Bumbry studierte und internationale Preise gewann, begeisterte die Gäste. Für den erkrankten Peter Diebschlag musste kurzfristig der Tenor André Khamasmie einspringen und füllte die Lücke nicht nur, sondern sang sich ebenfalls in die Herzen der Zuhörer. Durch das Programm führte die charmante Moderatorin Kristina Nerád, auch in sorbischer Sprache.

Quelle: RP
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