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Tönisvorst
Besondere Ehrung für Walter Schöler

Tönisvorst: Besondere Ehrung für Walter Schöler
Nach der Ehrung mit Urkunde (von links): Thomas Goßen, Dr. Dirk Haverkamp (Vorsitzender), Roswitha Schöler, Heinz-Arthur Schreinermacher, Walter Schöler, Mirja Dorny und Michaela Karth, Vorstand AWG. FOTO: WOLFGANG KAISER
Tönisvorst. Vor der Aufsichtsratssitzung der Allgemeinen Wohnungsgenossenschaft Tönisvorst wurde Vorstandssprecher Walter Schöler für 40 Jahre ehrenamtliches Engagement in der AWG mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Von Heribert Brinkmann

Eine nicht alltägliche Ehrung gab es am Mittwoch im kleinen Kreis in der Zentrale der Allgemeinen Wohnungsgenossenschaft Tönisvorst an der Hochstraße: Vor der Aufsichtsratssitzung verlieh Mirja Dorny vom Verband der Wohnungswirtschaft Rheinland-Westfalen die silberne Ehrennadel an Walter Schöler, den ehrenamtlichen Vorstandssprecher der Tönisvorster Wohnungsgenossenschaft. Gewürdigt wird sein 40-jähriges ehrenamtliches Engagement für die genossenschaftliche Wohnungswirtschaft.

Der 69-jährige St. Töniser SPD-Politiker war zuerst vom 7. Mai 1976 bis zum 14. Februar 1981 Mitglied des Aufsichtsrates, seit 15. Februar 1981 bis jetzt ehrenamtliches Mitglied des Vorstandes, seit 27. Mai 2009 ist er auch Vorstandssprecher der Allgemeinen Wohnungsgenossenschaft Tönisvorst. Zur kleinen Feierstunde hatte Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Dirk Haverkamp eingeladen. Auch Ehrenmitglied Ludwig Heimers und die Ehrenvorsitzenden Willy Hahnen und Hans Marquart ließen es sich nicht, bei dieser kleinen Feierstunde dabei zu sein. Haverkamp dankte in seiner Begrüßung Schöler herzlich für sein Engagement. "Vorstandssprecher ist richtig viel Arbeit."

Bürgermeister Thomas Goßen, der gleichzeitig auch Mitglied des Aufsichtsrates der Wohnungsgenossenschaft ist, stand vor dem Problem, wie man 40 Jahre Ehrenamt richtig würdigen könne. Er wolle dies mit einem Augenzwinkern tun und rettete sich mit dem "Angstgedicht in Wohnungsnot" aus dem Jahre 1923 von Joachim Ringelnatz: "Gott, gieße doch etwas Milde/Über das steinerne Wohnungsamt". Von den 1920er Jahren als Zeiten, in denen dringend Wohnraum gesucht wurde, schloss er den Bogen zu den Flüchtlingen, die heute zu uns kommen und wieder dringend Wohnraum benötigen. Die AWG habe für ihre Genossen ein Zuhause ermöglicht, in dem sie gerne über Jahrzehnte wohnen. Walter Schöler zollte er "allergrößten Respekt im Namen der Bürger von Tönisvorst."

"Was er tut, macht er mit ganzem Herzen." So umschrieb der Bundestagsabgeordnete Udo Schiefner das Wirken von Schöler, sowohl in der politischen Arbeit wie auch bei der AWG. Der St. Töniser sei manchmal etwas "knurrig", aber stets gradlinig und kompetent. Den Genossenschafts-Gedanken trage er weit über Tönisvorst hinaus. Und Mirja Dorny vom VdW betonte "Wohnen als soziales Gut".

In seinen Dankesworten verwies Schöler auf den soliden Status der Allgemeinen Wohnungsgenossenschaft. Hervorragende Mietpreise zu bieten, bedeute für die Genossen, im Durchschnitt fünf Euro pro Quadratmeter Wohnfläche zu zahlen. Und das unkündbar und in der Familie vererbbar. "Da weiß man, was Genossenschaft bedeutet kann."

Quelle: RP
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