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Tönisvorst
Bratapfel ist der Geruch der Weihnachtszeit

Tönisvorst: Bratapfel ist der Geruch der Weihnachtszeit
Seit dem Sommer ist Sonja Schmidt die neue Apfelkönigin in Tönisvorst. Die 25-Jährige studiert Logistik an der Fontys Hochschule in Venlo. FOTO: HÜSKES
Tönisvorst. Die Tönisvorster Apfelkönigin Sonja Schmidt kocht und backt für ihr Leben gerne. Für die RP beschreibt sie zwei Apfel-Rezepte. Von Heribert Brinkmann

Heute kommt sie wieder nach Hause, um mit ihrer Familie in Tönisvorst Weihnachten zu feiern. Da die Studentin der Logistik gerade ihre Bachelor-Arbeit über einen Autoteilelieferanten schreibt, ist sie viel unterwegs. Aber jetzt ist erst einmal Durchatmen angesagt, sie freut sich auf besinnliche Tage daheim. Und dazu gehört auch ein festliches Essen, gern auch ein Bratapfel zur Einstimmung aufs Fest - weil es so schön riecht, wenn der Backofen den Apfel heiß macht.

Als Sonja Schmidt im Sommer das Amt der Tönisvorster Apfelkönigin Annica Lambertz übernahm, kündigte sie an, das angedachte Koch- und Backbuch mit Äpfeln auf jeden Fall fortführen zu wollen. Das kam nicht von ungefähr, denn die junge Frau ist seit Kindertagen eine begeisterte Köchin, die auch gerne backt. Schon als Kind hat sie sich vieles bei ihrer Mutter abgeschaut, und wenn dann am Wochenende ihr Vater am Herd stand, sprang die Leidenschaft fürs Kochen, Backen, Rezepte ausprobieren auf sie über.

Bratapfel und eine Apfel-Tiramisu hat die Tönisvorster Apfelkönigin Sonja Schmidt für die Leser der Rheinischen Post ausprobiert. FOTO: SONJA SCHMIDT

Und wenn man ihr zuhört, sind ihre Rezepte und Tipps praxiserprobt, da ist nichts künstlich aufgesetzt oder bloße Fassade. Sie nimmt den Apfel zur Hand - nicht weil sie gerade Apfelkönigin ist, sondern weil er in der Küche so vielseitig einsetzbar ist. Man müsse nur ein wenig Fantasie und Mut aufbringen. So fügt sie gerne Kartoffelpüree Apfelstückchen zu, oder wenn es nicht so sauer sein soll, ersetzt sie Zitrone mit einem Apfel. Sehr gerne verwendet Sonja Schmidt auch Apfelsaft oder Apfelmus, um Soßen zu verfeinern oder zu binden. Welchen Apfel man dazu auswählt, hängt sehr vom eigenen Geschmack ab. Am besten man probiert es selber aus, ob man lieber einen sauren, süßen, mürben oder festen Apfel für sein Rezept braucht.

An Heiligabend kommt bei ihrer Familie eine Ente auf den Tisch - selbstverständlich gefüllt mit Äpfeln. Auch der Rotkohl, den es dazu gibt, ist mit Apfelstückchen verfeinert. In die Soße kommen Pilze und Maronen. Sonja Schmidt freut sich drauf, denn natürlich ist sie nicht allein auf den Apfel fixiert. Als Apfelkönigin war sie bereits zum Kartoffelfest nach Wegberg eingeladen worden, schließlich werden Kartoffeln ja auch Erdäpfel genannt. Unter dem Motto Himmel und Ähd hatte sie der Wegberger Kartoffelkönig eingeladen.

Auf einer Reihe von Terminen konnte sich Sonja Schmidt bereits als Apfelkönigin einbringen. So besuchte sie eine Grundschulklasse, um für Äpfel als Teil einer gesunden Ernährung zu werben. Bei der Eröffnung der Apfelsaison feierte sie auf den Obsthöfen in Tönisvorst mit, sie wirkte beim Apfelfest in Vorst mit und war auch beim Wagenfest eingeladen. Vielleicht wird es ja wieder einen Apfelköniginnen-Wagen beim Karnevalsumzug geben.

Auch wenn sie jede Menge Rezeptideen hat, wünscht sich Sonja Schmidt auch viele weitere Rezepte, vielleicht auch alte Familienrezepte mit einer dazu passenden Geschichte, von den Menschen der Region. Rezepte einschicken an die Stadt Tönisvorst, Stadtmarketing.

Quelle: RP
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