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Tönisvorst
Bürger fordern zweite Zufahrt zu Vorst-Nord

Tönisvorst. Das Neubaugebiet "Am Försterhof" war erneut Thema im Planungsausschuss. Etliche Bürger sorgen sich wegen des zu erwartenden Verkehrs im Ortskern. Von Stephanie Wickerath

Acht Stellungnahmen sind bei der öffentlichen Bürgerbeteiligung zum Neubaugebiet im Norden von Vorst eingegangen. Besonders die Zu- und Abfahrt des Neubaugebiets mit seinen bis zu 100 Wohneinheiten über den Heckerweg bereitet den Bürgern Sorgen.

"Die beabsichtigte Streckenführung ist mit erheblichen Nachteilen für die Wohnqualität und Verkehrssicherheit in unserem Wohngebiet verbunden", schreibt die Straßengemeinschaft Hecke. Die Anwohner befürchten, dass die vorgesehene Straße dem Verkehrsaufkommen in den Ortskern nicht gerecht werde und der schmale Wirtschaftsweg durch das vorhandene Wohngebiet als Schleichweg Richtung Kempen missbraucht werde. Lediglich eine Zufahrt sei besonders zu den Stoßzeiten viel zu wenig, heißt es auch in einer anderen Stellungnahme. Außerdem sei die Kniebelerstraße, die an die Erschließungsstraße anschließt, bereits heute problematisch zu durchfahren, schreibt die Bürgerin und prognostiziert Rückstaus bis in den Ortskern hinein.

Sie plädiert für eine zweite Zufahrt nach Westen an die Oedter Landstraße. Die Verwaltung weist darauf hin, dass die für weitere Zufahrten notwendigen Flächen nicht zu erwerben seien, dass aber der Einmündungsbereich zum Heckerweg so umgestaltet werden soll, dass eine abknickende Vorfahrt entsteht, die den Charakter des landwirtschaftlichen Wegs in Richtung Hecke deutlicher betont. Außerdem werde sich der Verkehr im Bereich der Einmündung Heckerweg/Kniebelerstraße/Kokenstraße aufteilen, prognostizieren die Stadtplaner, wobei die Mächtigkeit der Verkehrsströme noch nicht absehbar sei. Gegebenenfalls würden "verkehrsberuhigende Maßnahmen und Gestaltungselemente überprüft und angepasst".

Auch die Politiker im Fachausschuss versichern, die Bedenken der Bürger ernst zu nehmen und die verkehrliche Situation im Auge zu behalten. "Das Neubaugebiet darf nicht zu verkehrlichen Problemen führen", sagt Uwe Leuchtenberg (SPD), "dann ist es gut für Vorst." Leuchtenberg plädiert für eine möglichst zügige Vermarktung der rund 80 Baugrundstücke, die zum Großteil mit freistehenden Häusern, aber auch mit Doppelhaushälften bebaut werden sollen. Reihenhäuser sind nicht vorgesehen.

Fachbereichsleiter Marcus Beyer zeigt sich optimistisch, dass im August mit der Vermarktung begonnen werden könne. Vorher soll es aber noch eine Offenlegung geben. Auch der Stadtrat muss der Planung noch zustimmen.

Quelle: RP
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