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Tönisvorst
Das Zauberwort ist die gemeinsame Sprache

Tönisvorst: Das Zauberwort ist die gemeinsame Sprache
Gemeinsam mit dem Hund lernen heißt auch, das Erlernte in der Umwelt, also praktisch, umzusetzen. FOTO: B. TREFFER
Tönisvorst. Er soll der beste Freund des Menschen sein, der mit einem durch dick und dünn geht und der zur Familie gehört. Er soll gut sozialisiert sein, auf seinen Besitzer hören und freundlich zu Mitmenschen sein. Kurzum, ein problemloser Kumpel, ein perfekter Familienhund.

Doch was sich so wunderschön anhört, entpuppt sich in der Praxis als oftmals schwer umsetzbar. Der Hund zieht an der Leine, verhält sich Artgenossen gegenüber aggressiv, nimmt alles auf, was am Wegesrand liegt und ist er einmal abgeleint, dann interessiert ihn der vorbeilaufende Jogger oder der aufspringende Hase mehr als sein Besitzer.

Das Problem liegt in der Kommunikation zwischen Hund und Mensch begründet. Die Sprachen sind verschieden und sowohl Hund wie Mensch muss lernen, die Sprache des anderen zu verstehen. Es gibt eine Unmenge von Alltagssituationen, in denen es aufgrund dieser Verständigungsprobleme zu Schwierigkeiten kommen kann. "Die Körpersprache des Hundes ist dabei das Kleingeduckte", betonen Hundetrainerin Dilek Hadiye Cintan von der Hundeschule Dog Rules als auch Diana Sieja von Hündisch unterwegs.

Auch die Signale eines Vierbeiners muss ein Hundebesitzer verstehen, damit ein harmonisches Zusammenleben klappen kann. Zeigt der Hund zum Beispiel schon durch das Wegdrehen des Kopfes an, dass Streicheln ihm im Augenblick unangenehm ist und erfolgt die Handlung trotzdem und es kommt vielleicht zu einem Schnappen, hat der Hund zwar etwas vorab klar ausgedrückt, aber der Mensch hat es nicht beachtet. Schuld ist laut Mensch, dann der unfreundliche Hund. Das Kommando "Sitz" ist mit einem geschickt eingesetzten Leckerchen und viel Lob für den Hund leicht zu erlernen. Zwingt ihn der Besitzer hingegen einfach mit starkem Druck auf das Hinterteil nach unten, wird der Hund versuchen, dem auszuweichen. Zeitgleich verbindet er das Kommando mit etwas für ihn Unschönem, nämlich mit unangenehmen Druck. Der Hund versucht so, dem Kommando nach Möglichkeit auszuweichen. Beim Lernen heißt die Devise generell: Positives Verhalten belohnen und unerwünschtes Halten sofort korrigieren. Für letzteres reicht ein energisches Nein oder auch mal der kurze Griff ins Geschirr aus. Viele Hundeschulen bieten die sogenannte Familienhund-Ausbildung, bei der oftmals auch ein Antijagdtraining als auch ein Antigiftködertraining mit angeboten wird.

(tref)
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