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Werbering St. Tönis
Der Garten war nicht das einzige Thema in Tönisvorst

Werbering St. Tönis: Der Garten war nicht das einzige Thema in Tönisvorst
An rund einem Drittel der Stände konnten sich Gartenliebhaber inspirieren lassen. Noch mehr zum Thema Garten hatten sich die ortsansässigen Unternehmer einfallen lassen. FOTO: Achim Hüskes
Tönisvorst. Zum dritten Mal hatte der Werbering St. Tönis zu den Gartentagen eingeladen. Obwohl die Veranstaltung nicht ganz hielt, was sie versprach, war die Fußgängerzone gut besucht. Heimische Händler bereicherten das Angebot. Von Stephanie Wickerath

Rund 60 Stände sind entlang der Krefelder Straße und der Hochstraße aufgebaut. Es gibt Ledertaschen und Schmuck, Handy-hüllen und Solinger Messer. Auch Töpfe und Pfannen werden angepriesen. "Was hat das mit dem Thema Garten zu tun?", fragt Lothar Wolken. Gemeinsam mit seiner Frau schlendert der Senior durch die St. Töniser Innenstadt. "Gartentage" ist der Titel des Stadtfestes, aber allenfalls ein Drittel der Stände passt zum Motto. "Ich finde es besser, man wählt gar kein Motto, dann weckt man auch keine Erwartungen", sagt Frank Weckauf, der ebenfalls enttäuscht ist von dem St. Töniser Frühlingsfest.

Dabei fing alles so gut an. Als der Werbering die Gartentage vor zwei Jahren ins Leben rief, gab es nur 25 Stände, aber es fand sich in der Innenstadt ein Strand, es gab einen Barfußerlebnispfad, eine Cocktail-Bar, originelle Gartendekoration, einen Outdoor-Whirlpool, Blumen- und Pflanzenstände, computergesteuerte Rasenmäher, Beratung zur Gartengestaltung, eine Live-Band, die im Seulenhof spielte, und sogar einen Cat-Walk, auf dem Models die neueste Frühjahrsmode vorstellten. Von alldem ist in diesem Jahr allerdings nichts mehr zu sehen.

"Wir haben für das Fest einen Marktbeschicker engagiert", erklärt Stefan Robben, Vorsitzender des Werberings. Für die Mitglieder des Werberings sei die Organisation der Stadtfeste mit hohem Aufwand verbunden. "Und da unsere Geschäfte an beiden Tagen bis 18 Uhr geöffnet sind und viele Händler selber einen Stand vor dem Laden aufbauen, bindet das alleine schon viel Arbeitskraft." Außerdem sei es schwierig, Aussteller zum Thema Garten zu finden. "Die Konkurrenz ist groß", weiß Stefan Robben, "auf der Krefelder Rennbahn, am Schloss Dyck und im Freilichtmuseum Gref-rath gibt es ähnliche Veranstaltungen."

Wer genau hinsieht, der entdeckt aber auch bei den St. Töniser Gartentagen einige Highlights. Besonders die ortsansässigen Unternehmer sind es, die das Stadtfest bereichern. Da ist etwa der Stand von Naturholzmöbel Klauth, der mit gelben und grünen Sonnenschirmen, einer pinken Hängematte, Sitzsäcken und stilvollen Gartenmöbeln lockt. Auch Blumen Hermes hat etliche sehr schön bepflanzte Blumenkübel vor dem Geschäft stehen. Außerdem hat der Krefelder Garten- und Landschaftsbaubetrieb Vennekel riesige Kübel mit blühenden Kirschbäumen und Bambussträuchern in der Fußgängerzone aufgebaut. Es gibt strahlende Sonnenfänger und Gartendekoration, die die St. Töniserin Ute Ruch gestaltet hat.

Auch die Konditormeister Bernhard Kowalczyk und Klaus Büskens haben sich auf das Motto konzentriert. "Ich habe extra von einem befreundeten Gärtner ein paar Tulpensträuße mitgenommen, damit ich etwas Blühendes am Stand habe", sagt Kowalczyk, der ansonsten neben seine Pralinen, Honig, selbstgeschnitzte Holzschwerte und Schutzschilde für kleine Ritter verkauft. Klaus Büskens hingegen stellte an seinem Stand kleine Blumentöpfe aus Schokolade her und verzierte sie mit köstlichen Marzipan-Rosen und anderen bunten Blüten aus Zuckerguss. "Unser Angebot soll ja zum Thema passen", sagt der 72-Jährige.

Passend zum Thema ist auch der Stand der NABU-Ortsgruppe Tönisvorst, den Monika Schüren und Barbara Schmidt betreuen. Sie verkaufen Nisthilfen, Insektenhotels und Saft, der aus den Früchten der Streuobstwiesen gepresst wurde. Außerdem informieren die Frauen über Gartenvögel und tierfreundliche Gartengestaltung.

Quelle: RP
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