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Tönisvorst
Deutlich weniger Schüler essen in der Mensa

Tönisvorst. "Ich bin erschrocken über den massiven Rückgang der Essensbestellungen", sagt Christa Voßdahls (SPD) angesichts der aktuellen Zahlen, die die Verwaltung den Politikern im Schulausschuss vorlegte. Demnach sind im Schuljahr 2016/17 nur rund 80 Essen pro Tag ausgegeben worden. Im Jahr davor waren es noch fast 100. Während die Zahl der Gymnasiasten, die mittags die Mensa im Schulzentrum Corneliusfeld besuchen, nur leicht gesunken ist, ist die Zahl der Gesamtschüler, die mittags ein warmes Essen zu sich nehmen, deutlich zurückgegangen - und das, obwohl die Gesamtschule eine Ganztagsschule ist.

Verwaltung und Schulleitungen führen den Rückgang darauf zurück, dass die Qualität des Essens sich verschlechtert habe und es nicht mehr möglich sei, am Tag selbst ein Essen zu bestellen, beziehungsweise abzubestellen. Andreas Kaiser, Leiter der Rupert-Neudeck-Gesamtschule, weist außerdem darauf hin, dass der mit sechs Klassen ungewöhnlich große jetzige Jahrgang 9 seit 2016/17 nicht mehr im Schulzentrum unterrichtet werde, sondern im Kirchenfeld untergebracht ist. "Dadurch haben wir zwei Klassen, also 50 Kinder, weniger im Corneliusfeld", sagt Kaiser.

Ob es denn nicht mehr zum Schulkonzept gehöre, dass die Unterstufen gemeinsam mit den Klassenlehrern mittags in der Mensa essen gehen?, fragt Sabine Zeuner (CDU). Andreas Kaiser, erst seit einem Jahr Schulleiter, kennt diese Regelung nicht. "Was?", empört sich Hans Joachim Kremser (SPD), "wir haben viel Geld in diese Mensa gesteckt, weil es hieß, es gehöre zum Schulkonzept, dass die Klassen fünf und sechs mittags gemeinsam essen gehen, und jetzt erfahren wir, dass das Konzept nicht mehr existiert?"

Die Ausschussvorsitzende Angelika Hamacher (CDU) gibt Schulleiter Kaiser die Idee des gemeinsamen Essens im Klassenverband für die Unterstufe mit auf den Weg. "Die fünften und sechsten Klassen ihrer Schule waren als feste Mensa-Kunden eingeplant, deshalb ist die Mensa so konzipiert", sagt Hamacher. Bürgermeister Thomas Goßen wünscht sich Impulse von den Schulen, die dazu führen, dass die Mensa besser ausgelastet ist. "Wir sind immer gesprächsbereit und offen für Veränderungen", betont der Bürgermeister.

(wic)
 
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