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Tönisvorst
Dillgurken kickten gegen die roten Bullen

Tönisvorst: Dillgurken kickten gegen die roten Bullen
Die "Freunde des Westfälischen Friedens" aus Münster beim Spiel gegen den "1. FCKHH Berlin". FOTO: Achim Hüskes
Tönisvorst. 17 Betriebssportmannschaften der Alexianer Einrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet waren nach Tönisvorst gekommen, um den Sieger des mittlerweile siebten Alexianer-Cups zu ermitteln. Von Willi Schöfer

"Wir wollen angreifen", dies hatte sich Michael Wilke, Geschäftsführer des Tönisvorster Krankenhauses, mit seinem Team "Die Apfelkitschen" fest vorgenommen. Die Wahrheit ist aber auf dem Platz. Und da kamen die Hobbyfußballer bei einem großen Turnier in St. Tönis leider nicht über die Vorrunde hinaus.

Erstmals waren 17 Betriebssportmannschaften der vielen Alexianer Einrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet in die Apfelstadt gekommen, um den Sieger des mittlerweile 7. Alexianer Cups zu ermitteln, darunter die "Roten Bullen" aus Bickendorf, die "Dillgurken" aus Berlin oder die Psychosoccer vom Weißensee.

Dazu waren auf der Sportanlage des SV St. Tönis an der Gelderner Straße einige kleinere Attraktionen aufgebaut, mit Spiel- und Mitmachaktionen. Zu hören waren ferner westafrikanische Klänge von der Trommlergruppe "Pont d'Afrique". Es ging ferner um die Gesundheit. So boten unter anderem die medizinischen Fachkräfte Sigrid Mäkelburg, Verena Peeters und Serap Gündüz Blutzucker- und Cholesterin-Tests an. Außerdem informierte die Tönisvorster Jugend-Feuerwehr.

Schirmherr und Bürgermeister Thomas Goßen gab das Turnier frei, bei dem zwei Teams des St. Töniser Hospitals mitmachten. "Wir waren geistig noch nicht so ganz auf der Höhe", sagte und schmunzelte Pressesprecher Frank Jezierski, der wie Internist Dr. Frank Ramann und den zwei spielstarken Frauen Sabrina Tinz und Sabine Hartjes bei den "Apfelkitschen" mitspielte. Die Auswahl verlor ihr Auftaktspiel 0:4 gegen die "Roten Bullen" aus Bickendorf. Es folgten drei Unentschieden und eine weitere Niederlage.

Besser machte es die zweite St. Töniser Mannschaft, der "FC Kick daneben" mit dem Betriebsratsvorsitzenden Christian Jacobs. Die Kicker in ihren apfelgrünen Trikots schlugen die "Freunde des Westfälischen Friedens" aus Münster und "Bosselona" aus Sachsen-Anhalt, spielten sich bis ins Viertelfinale. "Das Spiel hätten wir gewinnen müssen", sagte enttäuscht der mehrfache Torschütze Mike Stasch nach dem 1:3 gegen die Alexianer-Kicker aus Krefeld.

Einmal mehr waren die Alexianer- Kicker aus der Samt- und Seidenstadt, die schon 2014 in Berlin gewonnen hatten, das beste Team. Im Endspiel gewann die Auswahl mit ihrem Kapitän Sinan Alalmis 1:0 gegen die St.-Josefs-Kicker aus Potsdam. Platz drei holten sich die "Roten Bullen".

Die Turnierleitung hatte Prokurist Andreas Schönleber. Viel Lob gab es für die Sportanlage und für den mit ausrichtenden Spielverein St. Tönis mit seinem Vorsitzenden Helmut Thommessen. Der SV war unter anderem für das leibliche Wohl der vielen Besucher zuständig. So standen unter anderem Sarah Schröder und Regina Verlingis am Grillstand oder gaben Walter Plücker und Rolf Reynen die Getränke aus. SC-Vorsitzender Thommessen überreichte den großen Wanderpokal an den Turniersieger.

Genug zu tun hatte übrigens auch der für den Sanitätsdienst zuständige Chefarzt Dr. Kai Engelbrecht. Es gab nämlich einige Spieler, die sich im Zweikampf oder schon beim Aufwärmen verletzten. So mussten zwei Spieler mit Unterarmbruch und dem Riss der Achillessehne in die Krankenhäuser nach Krefeld und St. Tönis gebracht werden. Ein anderer hatte sich das Schultergelenk ausgekugelt.

Quelle: RP
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