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Tönisvorst
Ein Scheck auch für den "armen Mann"

Tönisvorst: Ein Scheck auch für den "armen Mann"
36 Vereine aus St. Tönis, Vorst und Forstwald freuen sich über insgesamt 35.250 Euro. Die Geldspenden aus dem PS-Zweckertrag wurden jetzt in St. Tönis an Vereinsvertreter übergeben. FOTO: Wolfgang Kaiser
Tönisvorst. Die stolze Summe von 35.250 Euro schütteten die Filialen St. Tönis, Vorst und Forstwald der Sparkasse Krefeld an 36 Vereine aus. Die Summe ist der Spendenanteil aus dem PS-Zweckertrag. Von Stephanie Wickerath

Es riecht noch nach Farbe in den Räumen, in denen Thomas Lengwenings, Repräsentant der Sparkasse Krefeld, die Gäste empfängt. In die dritte Etage der neu gestalteten Filiale St. Tönis an der Ringstraße sind Vertreter von 36 Vereinen aus St. Tönis, Vorst und Forstwald eingeladen. Sie alle haben sich darum beworben, bei der Ausschüttung der Geldspenden aus dem PS-Zweckertrag berücksichtigt zu werden. "Heute bekommen Sie Geld von uns und brauchen es ausnahmsweise mal nicht zurückzuzahlen", scherzt Lengwenings bei der Begrüßung.

Seit 1952 gibt es das PS-Sparen des Geldinstituts. Mehr als die Hälfte des Loseinsatzes wird als Gewinn ausgeschüttet, 20 Prozent werden gespendet. "Seit 1977 sind mehr als 17,1 Millionen Euro Spenden an Vereine, Schulen, Kindergärten und Altenheime übergeben worden", erklären die Auszubildenden Vanessa Schmid und Melinda Kollmann in einem kurzen Vortrag über die Geschichte des PS-Sparens. Und auch die Loskäufer können gewinnen: zwischen 2,50 Euro und 250.000 Euro hoch sind die Gewinne. Fünf Euro kostet ein Monatslos bei der Sparkasse. Ein Euro davon geht in den Lotterie-Einsatz. "Jedes neunte Los gewinnt", sagt Thomas Lengwenings. Eine solche Quote habe keine andere Lotterie.

Bei der Feierstunde in der Sparkassenfiliale haben vor allem die Vereine gewonnen, die über die Höhe der Spende allerdings Stillschweigen bewahren. Horst Klausmann, Geschäftsstellenleiter in St. Tönis, überreicht die Umschläge mit den Spenden unter anderem an die Kolpingsfamilie, die davon ein neues Zelt für das Vater-Kind-Zeltlager kaufen möchte, wie Irmgard Schumacher mitteilt. Auch die Pfadfinderschaft, der Stadtkulturbund und die Tönisvorster Hilfe werden bedacht.

"Ich bin der einzig Berechtigte hier", scherzt Jupp Beudels, als er den Umschlag für das St. Martins-Komitee St. Tönis entgegen nimmt, "ich bin seit 27 Jahren der arme Mann". Auch der TC Grün-Weiß, der Spielverein, die Turnerschaft, die Treuen Husaren, das Akkordeon-Orchester und der Schachclub "Springer" bekommen einen Scheck. Fast alle Vertreter sagen, das Geld werde für die Jugendarbeit benötigt.

"Jugend haben wir leider nicht", sagt Armin Denz, Vorsitzender des Männergesangvereins Forstwald mit Sitz in St. Tönis. "Ganz im Gegenteil: Früher gab es vier oder fünf Männergesangvereine in St. Tönis, jetzt sind nur noch wir übrig - und bald wird es uns auch nicht mehr geben, uns fehlt der Nachwuchs." Alle interessierten Sänger lädt der Vorsitzende zu den Chorproben ein, die jeden Donnerstag um 20 Uhr bei "Ravvivi", Hochstraße 21, stattfinden.

Den Vorster Vereinen, die ebenfalls bedacht werden, übergibt Geschäftsstellenleiter Christian Wewering die Umschläge. So bekommt der Badminton-Verein Unterstützung, der sich zurzeit über regen Zulauf von Nachwuchsspielern freut, die Bürgerjunggesellen bekommen einen Scheck für die Restaurierung der Fahne, der CVJM, der ganz neu Floorball in sein Angebot aufgenommen hat, eine temporeiche Hockeysportart, und der Förderverein der Grundschule. Auch der MGV Cäcilia, die Kolpingsfamilie Vorst, der Orgelbauverein, der St. Martinsverein und der TV Vorst gehen nicht leer aus.

Quelle: RP
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