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Tönisvorst
Ein Sportverein im Sammelfieber

Tönisvorst. Der SV St. Tönis ist im Sammelfieber! Spätestens von dem Moment an, an dem im Vereinsheim die professionell gestalteten SV-Stickeralben verteilt und die ersten Tüten mit Klebebildern verkauft wurden, war der komplette Verein begeistert. Vor rund anderthalb Jahren ließ sich der SV vom Konzept der Firma "Stickerstars" anstecken: Ein Album, ausschließlich bestückt mit Aufklebern des Spielvereins, von den Bambini bis zur Ersten Mannschaft, von den Alten Herren zum Vorstand, auch die Karate- und die Steptanz-Abteilung dürfen natürlich nicht fehlen. 64 Seiten ist das Album stark, insgesamt 406 Aufkleber sind zu sammeln. Von Peter Müller

Allein die Organisation war ein echter Kraftakt - denn immerhin wurde jeder Spieler von einer professionellen Fotografin in Szene gesetzt, ganz so, wie man es von den Panini-Alben bei Welt- oder Europameisterschaften kennt. "Es steckt viel Arbeit drin - es hat sich aber absolut gelohnt", sagt SV-Jugendleiter Andreas Kotira, der das Projekt geleitet hat. Möglich gemacht wurde es von zahlreichen Gönnern und Sponsoren, die im Album natürlich Erwähnung finden - allen voran dem Rewe-Markt in St. Tönis, wo man die Bildchen auch zum Preis von 0,75 Euro pro Tüte kaufen kann.

Das großzügige Engagement von dessen Geschäftsführer Hans-Joachim Zielke, der sich mit seinem Unternehmen nicht nur maßgeblich an den Herstellungskosten beteiligt hat, sondern darüber hinaus noch 1500 Euro an die Jugendabteilung des Vereins gespendet hat, ist sinnbildlich für die Begeisterung, die das Stickeralbum im Ort und vor allem natürlich im Verein ausgelöst hat. Schon zur Präsentation kamen viele Mitglieder ins Vereinsheim - und es sammeln längst nicht nur Kinder. "Auch viele Erwachsene sind heiß auf das Projekt", so Kotira. Es kursieren auch schon erste Termine für Tauschbörsen von doppelten Bildern. Und dann werden Alte Herren mit F-Jugendlichen tauschen und der Erste Vorsitzende mit einem D-Jugendspieler.

Natürlich hat jeder das Ziel, das Album voll zu bekommen oder zumindest die Mannschaft, in der er spielt. Ein anderes, vielleicht viel Wichtigeres, ist aber schon jetzt erreicht: Dem Spielverein ist es mit dieser Aktion gelungen, noch enger zusammen zu rücken und den Vereinsgeist zu stärken.

Quelle: RP
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