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Tönisvorst
Eine Prunksitzung zum 40. Geburtstag

Tönisvorst: Eine Prunksitzung zum 40. Geburtstag
Durch den Abend führten die Moderatoren Daniela Hüskes und Jürgen Schmitz. FOTO: Norbert Prümen
Tönisvorst. Die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Vorst hatte ins Haus Vorst eingeladen. Die Stimmung war ausgelassen, auch wenn nur 300 der 400 Plätze besetzt waren. Von Willi Schöfer

Eine Prunksitzung hatte die Jubiläums-Gesellschaft Rot-Weiß Vorst versprochen. Und eine solche wurde es auch. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens hatten die Verantwortlichen um Dirk Hartwig (Vorsitzender) und Daniela Hüskes (Geschäftsführerin) ein buntes Programm zusammengestellt. Nur schade, dass diese Galasitzung nicht ausverkauft war. Etwa 100 der 300 Sitzplätze blieben leer.

Große Abordnungen hatten unter anderem die Kolpingsfamilie, die Prinzengarde und die SPD geschickt. Auch die Kommunalpolitiker, darunter Uwe Leuchtenberg, Jochen Kremser und Michael Horst, bekamen ganz schön was um die Ohren. "Lott mer singe", sang die fünfköpfige Band "Köbesse" und fungierte als Eisbrecher. Allerdings war die Stimmung unter den Gästen, die teilweise als Musketiere oder Gartenzwerge kostümiert waren, von Anfang an gut. Dies lag natürlich daran, dass sich gleich zu Beginn die beiden Prinzenpaare aus Tönisvorst mit ihrem Gefolge sehen ließen und begeistert empfangen wurden. Bei den Kindern war es das Paar Kevin II. und Kim I., bei den Erwachsenen Christian I. und Nici I.

Eines der Highlights sollte noch folgen. Die eigene Tanzgarde zog sich gerade für ihren Show-Tanz um, streifte sich das pink-grüne Kostüm mit den Glupschaugen auf den Haarspangen über und kam dann als Frösche verkleidet auf die Bühne. Trainerin und Tanzmariechen Darlene Lahrfeld hatt sich die schön anzusehenden Tänze und Schrittfolgen ausgedacht. Unter den 16 Mädels und jungen Damen machte sogar der 15-jährige Chris eine gute Figur. Gleich zwei Zugaben waren fällig.

"Ich wollte eigentlich zehn Kilogramm abnehmen, 15 fehlen noch...", stellte sich wenig später ein quirliges "Knubbelpaket" vor. Als "Engel Hettwich" feierte Hedwig Sieberichs eine gute Premiere in Vorst. Die 52-Jährige zeigte einmal mehr als Jumbo unter den Engeln Größe. Bereits zum dritten Mal war indes Joachim Jung in den Stadtteil gekommen. Unter Joachim Jung ist er aber nicht so bekannt: Einmal mehr zeigte die Comedy-Dame "Lieselotte Lotterlappen", was sie bekannt gemacht hat: Sie war frech, kess und spontan.

Durch den Abend führten die Moderatoren Daniela Hüskes und Jürgen Schmitz. Der 65-jährige Jürgen Schmitz gehört eigentlich dem Tönisvorster Karnevals-Komitee an, leitet im 11. Jahr die Sitzungen von Rot-Weiß. "In diesem Jahr mache ich aber bei der Herrensitzung Schluss, ich möchte nämlich nicht so lange weitermachen, bis ich einen Rollator brauche", sagte er schmunzelnd.

Zahlreiche Jubiläumsorden wurden verteilt. So unter anderem an Malte Schator und Peter Tauschensky, die an dem Abend für die Technik verantwortlich waren. Auch der eigene Fotograf war ständig im Einsatz: Michael Hüskes, der Ehemann der Geschäftsführerin.

Einen Orden hatten sich noch zwei junge Narrhalesen in der Bütt redlich verdient: die Geschwister Niclas (17) und Lena (12) Millewitz aus Aachen, die schon beim WDR als "Rampenferkelchen" ausgezeichnet worden waren. Ein Beispiel ihrer Gags, sie: "Ich habe einen Aufräumtick." Er: "Aber du räumst doch nie auf." Sie: "Ja, ich habe nämlich diesen Tick ganz gut unter Kontrolle."

Egal, ob im Kölner Gürzenich oder jetzt im Haus Vorst: Die Big Band "Bajaasch" in den festlichen Kölner Stadtfarben Ruut un Wieß rockte den Abend ebenso wie die erst 2014 gegründete Band "Kempes Feinest", ebenfalls aus der Dom-Stadt.

Als alle damit rechneten, dass es etwas ruhiger würde, kannte man die Prinzengarde Rot-Weiß Hürth aber wohl noch nicht. Die Formation mit eigenem Spielmannszug zog mit etwa 70 Männern und Frauen auf die Bühne und bot mit ihrem Tanzpaar, Jessica Langner und Thomas Hoffmann, allerlei akrobatisches Spektakel. Nach fast fünf Stunden ging die Galasitzung zu Ende.

Quelle: RP
 
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