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Tönisvorst
Eltern-Befragung startet in den nächsten Tagen

Tönisvorst. Anfang nächster Woche will die Stadt an alle Eltern, deren Kinder eine der vier Tönisvorster Grundschulen besuchen, einen Fragebogen verteilen, um den Elternwillen zum Thema mögliche Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule zu ermitteln.

Im Schulausschuss stellte Bürgermeister Thomas Goßen den Entwurf für die Umfrage vor. Die Eltern haben die Möglichkeit, sich dazu zu äußern, wo sie ihr Kind zur weiterführenden Schule schicken würden, wenn das Schulangebot so bleibt, wie es jetzt ist und welche Wahl sie treffen würden, wenn es in Tönisvorst eine Gesamtschule geben würde. An den genauen Formulierungen wurde im Ausschuss lange gefeilt. Keine Fragestellung sollte suggestiv sein, keine Frage implizieren, die Sekundarschule sei bereits Geschichte. Auch Andreas Kaiser, der neue Schulleiter der Sekundarschule, hatte sich bereits vor seinem Dienstantritt Gedanken zum Fragebogen gemacht und legte einen veränderten Entwurf vor. Der deckte sich weitgehend mit Ausführungen von Paul Birnbrich, Leiter des Michael-Ende-Gymnasiums. "Hier deutet sich eine gute Zusammenarbeit an", freute sich Ausschussvorsitzende Angelika Hamacher.

Die Auswertung des Fragebogens, die nach den Herbstferien erfolgen soll, wird dem Schulausschuss am 26. Oktober zur nächsten Sitzung vorgelegt und soll in die Entscheidung für oder gegen eine Gesamtschule einfließen. Hans-Joachim Kremser (SPD) fragte sich aber, wie stabil eine Hochrechnung sein könne und wie belastbar die Zahlen seien. Das, sagte Bürgermeister Goßen, hänge davon ab, wie viele Eltern sich an der Umfrage beteiligen. Generell gelte, dass die Zahlen bei einem Rücklauf von mehr als 60 Prozent belastbar seien. Mit großen Erwartungen schauen die Politiker auf das Votum der Grundschuleltern aus Vorst, denn aus diesem Stadtteil pendeln bisher die meisten Schüler aus, sprich, sie besuchen weiterführende Schulen in Willich, Kempen, Süchteln und Grefrath. Können all diese Kinder zukünftig für eine Gesamtschule in St. Tönis gewonnen werden, wäre die Mindestanmeldezahl von 100 Kindern, die eine Gesamtschule braucht, um zu funktionieren, zu erreichen.

(wic)
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