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Tönisvorst
Erich Tizek erinnert an den Kampf ums Krankenhaus

Tönisvorst: Erich Tizek erinnert an den Kampf ums Krankenhaus
Im April 1997 reisten die Komitee-Mitglieder mit vier Krankenhausbetten nach Düsseldorf und demonstrierten am Rheinufer. FOTO: HANS-JÜRGEN BAUER
Tönisvorst. Es war genau vor 20 Jahren, als Tönisvorst einen noch nie erlebten Zusammenhalt genoss, schreibt Erich Tizek, Vorsitzender des Heimatbundes St. Tönis, in seinem Weihnachtsgruß.

"Durch unglaublich viele Aktionen des Aktionskommitees haben wir den Erhalt des Krankenhauses geschafft, nach außen musste ich mich damals relativ zurückhalten (Schweigepflicht), Ich werde alles tun, dass wir nicht das gleiche Schicksal erleiden wie Willich." Dr. Erich Tizek war langjähriger Chef des Tönisvorster Krankenhauses. Die Alexianer verabschiedeten ihn 2014 in den Ruhestand.

1997 war das Jahr, als in Tönisvorst die Nachricht vom Ministerium (MAGS) ankam, das Krankenhaus sollte aus dem Bedarfsplan des Landes NRW genommen und damit geschlossen werden. Bürgermeister Albert Schwarz, Stadtdirektor Günter Scheuer, Aufsichtsratsvorsitzender Günter Körschgen und Erich Tizek sind am Morgen vor Heiligabend nach Düsseldorf gefahren, um ihre Argumente zum Erhalt des Krankenhauses vorzutragen. Die Besucher bekamen dort aber den Eindruck, dass die Entscheidung zur Schließung längst gefallen war.

"Traurig kam ich nach Hause", berichtet Tizek weiter, "setzte mich zu meinem kleinen Sohn Lucas an den Tisch und hatte Tränen in den Augen. Er schaute mich an und sagte: Was bist Du so traurig, Papa? Du hast doch mich. Ich stutzte, überlegte und dachte es, ist das Wichtigste im Leben, Kinder zu haben, und Düsseldorf schafft das nicht, wir werden das Krankenhaus erhalten." Am gleichen Abend und Heilig Abend morgens schrieb Tizek einen ersten Brief an Johannes Rau, damals Ministerpräsident von NRW.

Drei Wochen später bekam Tizek einen persönlichen Brief von Rau als Antwort, den er heute noch besitzt und jetzt noch einmal gelesen hat. "Ich bin der Überzeugung, das wir langfristig das Krankenhaus mit stationären Betten erhalten werden. Wenn ich das so sagen darf, für mich ist das Krankenhaus mein berufliches Lebenswerk, für das ich mich immer einsetzen werde."

Quelle: RP
 
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