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Tönisvorst
Fest im Zeichen der Inklusion

Tönisvorst: Fest im Zeichen der Inklusion
Beim Sommerfest auf dem Schulhof an der Gerkeswiese zeigen die Rollstuhltänzer ihr Können. Alle waren froh, dass das angekündigte Unwetter an Vorst vorübergezogen ist und man nicht in den Jugendtreff auszeichen musste. FOTO: ACHIM HÜSKES
Tönisvorst. Gute Stimmung herrschte beim VIVO-Sommerfest am Jugendtreff in Vorst. 25 Stände und Spielangebote waren aufgebaut. Etwa 400 Menschen besuchten das Fest im Laufe des Nachmittags. Von Stephanie Wickerath

Christoph kurvt mit dem großen Kettcar über den Parcours. Es geht über eine Palette und durch eine große Pfütze, es gilt eine Becherpyramide umzuwerfen und rückwärts einzuparken. Dass Christoph dabei an diesem Nachmittag bisher der Zweitschnellste ist, freut den Zehnjährigen besonders. Die Auszubildenden des Vorster Unternehmens Arca betreuen den Parcours. Auch eine Mal-Ecke haben die jungen Leute aufgebaut. Damit gehören sie zu den insgesamt 25 Vereinen, Unternehmen, Parteien und Einrichtungen, die das Sommerfest "Vorst lebt Inklusion, Vorst lebt ohne Barrieren", kurz VIVO, in diesem Jahr unterstützt haben.

"Angefangen haben wir vor sechs Jahren mit zehn Ständen", erzählt Stephan Schmalenberg, Leiter des Jugendtreffs Vorst. Gemeinsam mit der Lebenshilfe und der Koordinations-, Kontakt und Beratungsstelle für geistig behinderte Menschen (KoKoBe) richtet der Jugendtreff das Fest auf dem Schulhof an der Gerkeswiese seitdem jedes Jahr aus. "Wir wollen Berührungsängste abbauen", nennt Iris Intveen von der KoKoBe ein Ziel des Festes.

Yvonne Stieger, die mit Sohn Lukas gekommen ist, findet, dass das Motto gut umgesetzt wird. "Besonders wenn Kinder von klein auf mit behinderten Menschen in Kontakt kommen, gehen sie ganz unbefangen damit um", weiß die Vorsterin, die das Fest jedes Jahr besucht. "Außerdem ist es ein schönes Fest und man trifft immer viele Bekannte." Auch das will VIVO bieten: Sich treffen, ins Gespräch kommen, gemeinsam etwas erleben.

Das Angebot dafür ist groß. So können die Besucher am Stand des Jugendrotkreuzes den Fühl- und Tastparcours ausprobieren, die Mariechen von der KG Rot-Weiß Vorst machen Schleuderbilder mit den Kindern. Der Verein Apfelblüte hat eine Wurfmaschine aufgebaut, die Lebenshilfe bietet Kinderschminken an. Außerdem verkaufen das Heilpädagogische Zentrum (hpz) und das Team vom Ambulanten betreuten Wohnen hübsche Dekorationsgegenstände, Taschen, Untersetzer und Kissen. Im Mittelpunkt aber steht der Platz vor dem Musik-Mischpult. Hier zeigen die Rollstuhltänzer ihr Können, der Chor der Vorster Grundschule singt Lieder aus aller Welt, das Orchester spielt, und es wird getrommelt. Das Theater des Sports aus Grefrath zeigt zum Zumba-Tanz, die DJs des Jugendtreffs, Stefan und Dieter, lassen keine Langeweile aufkommen.

Quelle: RP
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