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Tönisvorst
Feuerwehrübung mit Massenunfall und Verletzten

Tönisvorst: Feuerwehrübung mit Massenunfall und Verletzten
Mit viel Aufwand wurde auf dem Gelände des Gewerbeparks der Familie Bäumer an der Industriestraße eine knifflige Übungssituation simuliert. FOTO: FEUERWEHR
Tönisvorst. Ein Massenunfall mit fünf beteiligten Autos und insgesamt neun eingeklemmten Personen auf einer Landstraße zwischen St. Tönis und Hüls - dies war das große Szenario, dass die ehrenamtlichen Kräfte der Löschzüge St. Tönis (Tönisvorst) und Hüls (Krefeld) und der Krefelder Hilfsorganisationen erwartete. Auf dem Gelände des Gewerbeparks der Familie Bäumer an der Industriestraße in St. Tönis, hatte ein Vorbereitungsteam um die St. Töniser Feuerwehrkräfte Gerd Zander und Jens Griese eine Landstraße "nachgebaut" und mit einem Zwölf-Tonnen-Bagger der Griese Recycling GmbH fünf ausgemusterte Pkw bearbeitet und in Position gebracht. Die Verformungen der Fahrzeuge waren absolut unfalltypisch. Rund ein halbes Dutzend Darsteller einer professionellen Unfalldarstellungsgruppe mimte die Verletzten - ergänzt um Mitglieder der eigenen Jugendfeuerwehren. Vom geschminkten Verletzungsmuster bis hin zu lauten und andauernden Hilfe- und Schmerzensschreien war das Szenario für die bis zu 100 in den Einsatz gebrachten Feuerwehrangehörigen und Rettungsdienstler perfekt.

Gegen 19.30 Uhr lief das Szenario an. Beim Eintreffen von Einsatzleiter Stadtbrandinspektor Frank Meier und seinem Führungsassistenten Brandoberinspektor Markus Hergett bot sich ein Bild des Schreckens: Fünf beteiligte Pkw - wenig Platz zur Raumordnung und Fahrzeugaufstellung der bis zu 16 Tonnen schweren Feuerwehr-Großfahrzeuge - bis zu 15 verletzte Personen - davon nach der ersten Erkundung neun eingeklemmt und schwer bis lebensgefährlich verletzt. Da im Übungsszenario noch nicht genügend Rettungsdienstkräfte vor Ort waren, übernahmen die ersten eintreffenden Feuerwehrmänner die Erstversorgung.

Das Schiedsrichterteam zeigte sich in der Übungsnachbesprechung sehr zufrieden mit der Priorisierung der Einsatzmaßnahmen und der professionellen Abarbeitung der mit einem sehr hohen Schwierigkeitsgrad angelegten Übung. Die Berücksichtigung der noch recht neuen Tönisvorster Standart-Einsatz-Regel "Technische Rettung Verkehrsunfall" konnte durch die St. Töniser Kräfte optimal dargestellt werden. Der sehr hohe Ausbildungsstand der ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr war, so auch die Leitende Notärztin, "der Schlüssel zum Erfolg". Lediglich im Bereich der Raumordnung im Abschnitt Rettungsdienst konnten noch Optimierungspotenziale festgestellt werden. Die Zusammenarbeit von Feuerwehr- und Rettungsdienstkräften aus beiden Städten war sehr gut.

Im Rahmen dieser Übung waren 12 Feuerwehrfahrzeuge, 8 Rettungsdienstfahrzeuge und rund 100 Einsatzkräfte eingebunden.

Quelle: RP
 
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