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Tönisvorst
"France Mobil": Gestern Stopp in St. Tönis

Tönisvorst: "France Mobil": Gestern Stopp in St. Tönis
Gestern fuhr die französische Lektorin Manon Laurine mit ihrem "France Mobil" vor der Sekundarschule in St. Tönis vor. FOTO: Nico Hertgen
Tönisvorst. Das Gelächter im Klassenraum der Sekundarschule Tönisvorst ist groß. Deniz hat gerade mit dem xxl-Würfel eine Sechs gewürfelt und damit muss der Sechstklässler alle fünf französischen Sätze, die Manon Laurine auf die Tafel geschrieben hat, vervollständigen.

Mit "Je m'appelle" geht es los. Dem Namen folgen das Alter, der Wohnort sowie eine Vorliebe und eine Abneigung. Sorgfältig verbessert die Französin die Aussprache, lässt wiederholen und spart nicht mit Lob, als Deniz Satz für Satz korrekt ausspricht. Laurine stellt erneut die Musik an. Der große Stoffwürfel fliegt von Schüler zu Schüler. Dann ein plötzlicher Stopp des Liedes. Joelle, die den Würfel gerade gefangen hat, ist damit an der Reihe zu würfeln. Eine drei ist ihr Ergebnis und damit braucht sie nur den dritten Satz zu vervollständigen.

Einen etwas anderen Französischunterricht erlebten jetzt die Sechstklässler der Sekundarschule Tönisvorst. Das "France Mobil" machte zum ersten Mal Station an der Schule. Das Angebot des deutsch-französischen Jugendwerkes, des Institut Francais Deutschland und der Robert Bosch Stiftung möchte dazu beitragen, Schüler spielerisch für die französische Sprache und Kultur zu begeistern. Vor drei Monaten schrieb Französischlehrerin Miriam Marzouk die Organisation an, jetzt rückte das "France Mobil" mit Lektorin Laurine an. "Die Schüler, die bereits ein Jahr die Sprache lernen, erleben durch das Angebot einen Motivationsschub. Sie erfahren die Sprache hautnah", lobt Marzouk das Angebot.

Aber nicht nur die Sechstklässler profitieren vom "France Mobil". Auch die Fünftklässler kommen in den Genuss. Hier soll für die Sprache geworben werden, denn mit dem Sprung in die sechste Klasse können sie entweder eine zweite Fremdsprache oder weitere Aufbaufächer in anderen Bereichen wählen. "Französisch ist eine tolle Sprache. Allerdings ist die Aussprache nicht einfach", meint Hannah, die ganz begeistert darüber ist, einmal Unterricht mit einer Französin zu haben.

Das Würfelspiel hat indes seinen Abschluss gefunden. In ihrer Muttersprache erklärt Laurine den 18 Schülern langsam und deutlich das nächste Spiel. Diesmal geht es darum, Berufe pantomimisch darzustellen. Geraten wird natürlich auf Französisch. Nach zwei Stunden spielerischen Lernens sind die Fünftklässler an der Reihe. Mit artverwandten Wörtern zeigt Laurine ihnen, dass Französisch eigentlich gar nicht so schwer zu erlernen ist. Und für den einen oder anderen Fünftklässler ist es klar, dass nach den Sommerferien diese zweite Sprache auf dem Stundenplan stehen wird.

(tre)
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