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Tönisvorst
Freude über neuen Kunstrasenplatz

Tönisvorst. Vier Jahre lang hat es gedauert, gestern wurde die Anlage von Teutonia St. Tönis eingeweiht. Sie trägt nach dem größten Spender den Namen "Arthur-Markiewicz-Park". Von Eva-Maria Geef

Gestern war es endlich soweit: Nach vier Jahren Planung sowie Bauphase konnte der neue Kunstrasenplatz der DJK Teutonia St. Tönis an der Jahn-Ssportanlage offiziell eingeweiht werden. Der Name des neuen Geländes, das der Verein in Erbpacht nutzen kann: Arthur-Markiewicz-Park - benannt nach dem größten Spender des neuen Platzes. Der Vorsitzende des Vereins, Dirk Schreiber, hat nach eigenen Angaben zwei Jahre "Kunstrasen studiert", um die richtige Auswahl für den Bodenbelag zu treffen: "Wenn wir schon so viel eigenes Geld investieren, sollte es der beste Rasen sein, der zurzeit verfügbar ist. Unter dem Kunstrasen liegt ein sogenanntes Schock Pad, das hilft, die Gelenke zu schonen. Bei einer Bewegung auf dem Kunstrasen hat es den Vorteil, dass sich der Boden dreht, wenn sich der Fuß dreht." Im Gegenteil zu einer Sandverfüllung mit Quarzsand, die bei Kontakt weh tue und auf der Haut brenne, sei dies gerade für Kinder ein schonender Belag.

Zudem hab man ein besonderes Garn verarbeitet: So seien auch gedrehte Halme darunter, die helfen, dass sich die geraden Halme schneller wieder zurückdrehen. Man merkt: Mit diesem Thema hat man sich eingehend beschäftigt. Zeit genug dafür hatten die Verantwortlichen: "Begonnen hat alles vor vier Jahren", so Schreiber. Damals stand fest, dass man das Grundstück nutzen könne, es begannen Gespräche mit der Stadt über Nutzungsmöglichkeiten sowie die Suche nach Sponsoren, da damals bereits feststand, dass man sich keine eigenen Umkleideräume leisten könne. Es vergingen zwei Jahre, bis es einen vorformulierten Vertrag gab, von der der Verein und die Stadt profitieren. In St. Tönis gibt es zwei große Vereine, es war jedoch bald klar, dass ein gemeinsames Projekt an der Jahn-Sportanlage nicht möglich sei. "Wichtig war für uns, dass wir unseren Verein zukunftsfähig aufstellen", erklärt Schreiber. "Auf dem Ascheplatz spielten 48 Mannschaften, eine Trainingszeit von einer Stunde war das Äußerste, was dort möglich war. Durch den neuen Kunstrasenplatz können wir die Trainingszeit auf zwei Stunden erhöhen, was für leistungsfähige Mannschaften üblich ist." Neben dem Kunstrasenplatz entsteht derzeit ein Bambinifeld mit Rollrasen. Neben dem Training für die Kleinsten werde dort auch die Torhüter-Ausbildung stattfinden. Möglich gemacht werden all diese Maßnahmen durch Sponsoren sowie ein großes ehrenamtliches Engagement. Jeden Mittwoch- und Freitagabend sowie Samstag helfen die Mitglieder dabei, die neue Anlage zu errichten. "Das ist das Sympathische bei uns, hier arbeitet jeder gerne mit jedem zusammen", sagt Schreiber. Insgesamt haben Vereinsmitgliedern seit Baubeginn im Mai rund 2600 Arbeitsstunden investiert. Der Plan, den Verein für die Zukunft aufzustellen, scheint geglückt: "Der neue Platz zieht bereits, seit Sommer sind 60 neue Fußballer hinzugekommen, und es kommt wöchentlich Zuwachs hinzu", freut sich Schreiber. Grund sei aber auch die Berichterstattung über die Erste Mannschaft des DJK, die in der Landesliga spielt.

Quelle: RP
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