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Tönisvorst
Gebühren in Tönisvorst verändern sich 2016 kaum

Tönisvorst. Nach sieben Minuten war der öffentliche Teil der Hauptausschusssitzung auch schon wieder beendet. Ohne größere Kommentare und Gegenstimmen wurde das neue Gebührenpaket mit den neuen Satzungen über die Abfallbeseitigung, Straßenreinigung, Bestattungen und Wochenmärkte genehmigt und zur abschließenden Entscheidung an den Rat weiter geleitet. Dieser tagt am 17. Dezember.

"Wir hatten im Vorfeld fruchtbare Gespräche mit der Verwaltung und werden allen Satzungsentwürfen zustimmen", sagte CDU-Faktionsvorsitzender Helmut Drüggen. Sein Gegenüber, Michael Horst (SPD), nickte. Bei den neuen ab 1. Januar festzusetzenden Gebühren wird es nicht zu allzu großen Veränderungen kommen.

Abfallentsorgung: Bekannt gegeben wurde in allen Fällen der Abschluss des Jahres 2014. Entsprechende Über- oder Unterdeckungen fließen in die neue Gebühr ein. Der Fachbereich der Stadtverwaltung hatte damals die Gebühren gut kalkuliert. Die neuen Gebühren sollen minimal ansteigen. Legt man in einer Modellrechnung jährlich 14 Leerungen des grauen 120-Liter-Behälters und zwölf der braunen Tonne zugrunde, kommt es zu einer um 2,21 Euro höheren Abfallgebühr. Insgesamt wendet die Stadt im nächsten Jahr rund 2,2 Millionen Euro für die Abfallbeseitigung auf.

Straßenreinigung: Hier wird es etwas teurer, zumal im Jahr 2014 ein Defizit von etwa 58.850 Euro entstanden war. Anwohner von Anliegerstraßen sollen beispielsweise 25 Cent mehr je laufendem Meter Frontlänge bei einer 14-täglichen Reinigung zahlen. Rund 16 Cent mehr sind dies bei den Hauptverkehrsstraßen, die wöchentlich einmal gereinigt werden.

Friedhofsgebühren: Auch hier muss die Unterdeckung aus 2014, es waren etwas über 20.000 Euro, ab 2016 auf drei Jahre verteilt werden. Einige Gebühren und Grabarten werden teurer, andere günstiger. Das Kostenvolumen beläuft sich auf über 400.000 Euro. Größtenteils kommt es bei den Reihengräbern, Urnenwahlgräbern, Rasenreihengräbern und Urnenreihengräbern zu niedrigeren Gebühren. Dafür steigen beispielsweise die Bestattungsgebühren zwischen 4 und 15 Euro.

Wochenmarkt: Da in der Vergangenheit Personal- und Stromkosten eingespart wurden, hatte es sogar 2014 eine Überdeckung von 2.838 Euro gegeben. Diese fließt jetzt in die Kalkulation für 2016 ein. Unter dem Strich heißt das, dass sich die Gebühr geringfügig verringert: von 1,07 auf 1,00 Euro je Tag und Quadratmeter der Standfläche. An Gesamt-Ausgaben sind für 2016 rund 10.800 Euro kalkuliert.

(schö)
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