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Tönisvorst
Geschichte und Geschichten vor der Haustür

Tönisvorst: Geschichte und Geschichten vor der Haustür
Auch die neue Apfelkönigin Sonja Schmidt wird vorgestellt. FOTO: A. HÜSKES
Tönisvorst. Der Heimatverein Vorst hat sein 71. Heimatheft herausgebracht. Die Bandbreite der Themen reicht von den Ausgrabungen der Archäologen bis zur neuen Apfelkönigin Sonja Schmidt. Von Willi Schöfer

"Voorsch - oss Heimat". Dies steht für die rund 615 Mitglieder des Heimatvereins Vorst schon lange fest. In den nächsten Tagen bekommen es auch diejenigen, die aufgrund ihres Berufes oder anderer familiärer Situationen weit weg wohnen, teilweise in USA oder Australien, wieder schwarz auf weiß. Denn soeben ist das 71. Heimatheft erschienen. Und wie es schon seit langem Brauch ist, bekam der Tönisvorster Bürgermeister Thomas Goßen wieder das erste Exemplar überreicht.

Während der Restaurierung der Klais-Orgel in St. Godehard wurde Autor Matthias Steves zum absoluten Fan. Dieses Foto entstand während der Restaurierungsarbeiten Ende März. Sie zeigt den Orgelprospekt von hinten. FOTO: KAISER

Erstmals fand die Präsentation des neuen Heftes in der Vorster Zweigstelle der Sparkasse Krefeld statt. Aus gutem Grund: Geschäftsstellen-Leiter Christian Wewering hatte selbst über die Sparkassen-Geschichte in Vorst geschrieben, die bereits im Oktober 1855 begonnen hatte. Und auf alten Fotos sah man noch den damaligen Zweigstellenleiter Hubert Jansen mit seiner Angestellten Maria Demers.

Heinz-Josef Köhler, Vorsitzender des Heimatvereins, konnte bei der offiziellen Vorstellung des neuen Heftes auch einige der Autoren begrüßen, so unter anderem Hermann Thees. Der frühere Landwirt berichtet davon, dass Teile der direkt neben Anrath liegenden Honschaft Clörath eine Vorster Enklave seien. Der 78-jährige Huben hatte seine Redensarten in Vörschter Platt fortgesetzt. "Dat ös en Kämmelsfott" oder "Das ös enne wiise Fuebes" hießen nur zwei davon, was so viel heißt wie "Ein Mädchen, das sich ziert" beziehungsweise "Das ist ein Besserwisser".

Vorsitzender Heinz-Josef Köhler im Kreise einiger Autoren überreicht Bürgermeister Thomas Goßen das neue Heimatheft. FOTO: WOLFGANG KAISER

Aufgrund eines Trauerfalls konnte diesmal ein langjähriger Literat nicht dabei sein. "Unser Heimatheft lebt seit langem von seinen Artikeln", meinte Köhler Heinz-Gerd Schuh, der im neuen Heft gleich mehrmals vertreten war. So erinnerte er an die Franzosenzeit in Vorst (1794 bis 1814), an den jüdischen Friedhof oder an den einstigen Schleckbach.

Eine der jüngsten Autoren war die Pressesprecherin der Stadt Tönisvorst, Catharina Perchthaler. Sie stellte zum einen die neue Apfelkönigin Sonja Schmidt vor, zum anderen die Ausgrabungen in Vorst-Nord. In den vergangenen Monaten hatte sich außerdem Matthias Steves lange in der Pfarrkirche St. Godehard aufgehalten. Er schrieb über die Restauration der Klais-Orgel und kam zu dem Schluss: "Auch wenn ich selbst kein Instrument spielen kann und gewiss kein Musikkenner bin, hat mich die Beobachtung der Arbeiten zu einem absoluten Fan der Klais-Orgel gemacht..."

Beim "Rundgang" durch das alte und neue Vorst nicht vergessen wurden Geschichten und alte Zeitungsartikel, so über die Kriegsnöte in der früheren Zeit, über die Verdienste des Ehrenbürgers Jakob von Danwitz oder über den damaligen Gemeindedirektor Hans Hochbruck.

Quelle: RP
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