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Tönisvorst
Gibt es 2018 zwei Karnevalszüge?

Tönisvorst: Gibt es 2018 zwei Karnevalszüge?
Tanzmariechen Nicole Hansmann (MItte) wird in der Wagenbauhalle umrahmt von Neumitglied Michael Orlowski (links) und von den Vorständen Norbert Wellkamp, Dieter Hackstein und Silvia Schacks vom TKK. FOTO: WOLFGANG KAISER
Tönisvorst. TKK bereitet bereits die Session 2016/2017 vor. Dabei wird Nicole Hausmann das erste Tanzmariechen des Karnevals Komitees. Für die Session 2017/2018 stehen mehrere Jubiläen an. Rot-Weiß Vorst feiert dann 40-jähriges Bestehen. Von Willi Schöfer

Noch hat sie längst nicht begonnen, die fünfte karnevalistische Jahreszeit. Dennoch geht man auch in Tönisvorst so langsam an die Vorbereitungen. Gerade trifft sich das Tönisvorster Karnevals Komitee (TKK) in der Wagenbauhalle an der Industriestraße. "Die Musikverträge für unsere Kapellen beim St. Töniser Tulpensonntagszug sind schon unterzeichnet", sagt Zugleiter Dieter Hackstein. Neben ihm sitzt freudestrahlend, als könne sie es nicht abwarten, das neue und erste Tanzmariechen des TKK: die 38-jährige Nicole Hausmann.

"Ich habe über zehn Jahre überhaupt nicht mehr getanzt und wollte unbedingt wieder was machen", sagt Nicole Hausmann, die bereits als Neunjährige bei der Mini-Garde des Jugendkarnevalsvereins Rot-Weiß St. Tönis tanzte und 1987 gemeinsam mit Thorsten Fuchs das Kinderprinzenpaar in Tönisvorst war. Sie freut sich darauf, bald das TKK bei den Veranstaltungen zu begleiten. Die erste Anprobe ihres Mariechen-Gewandes ist bereits erfolgt.

Die Vorständler des Komitees, Silvia Schacks, Norbert Wellkamp und Dieter Hackstein, freuen sich aber nicht nur über diesen "Zuwachs". So sind kürzlich außerdem der frühere Wagenbauer der Gesellschaft "Nachtfalter", Alfred Thomas, der Wirt des Gasthofes "Zur Linde" und der Bayernstube, Vlado Vukowicz, und der St. Töniser Michael Orlowski dem TKK beigetreten. Orlowski (53) nennt seine Beweggründe: "Im vergangenen Jahr ging in St. Tönis das Gerücht rum, es gäbe keinen Karnevalszug mehr, und ich will mich jetzt mit dafür einsetzen, dass dieses Brauchtum noch lange fortbesteht."

Das wollen viele, nicht nur die jetzt 18 TKK-Aktiven. So gibt es in Vorst die Karnevalsgesellschaft "Rot-Weiß". Sie hatte sich 1977 aus der Vorster Siedlergemeinschaft und dem damaligen Fußballteam "Schienbein 07" gegründet, will in der Session 2017/18 ihr 40-jähriges Bestehen feiern. Und der große Wunsch des Vorsitzenden Dirk Hartwig und seiner Geschäftsführerin Daniela Hüskes ist, dass dann wieder an den närrischen Tagen 2018 ein Zug durch Vorst geht. "Natürlich werden wir dies unterstützen und es hat deswegen schon die ersten Kontaktgespräche mit Rot-Weiß gegeben", sagt Dieter Hackstein. Man erarbeitete jetzt ein Konzept, dass man dann mit der Stadt erörtere. Hackstein schließt nicht aus, dass es dann zwei Umzüge in Tönisvorst geben könnte. Hinzu kommt dann ein weiteres Jubiläum: die Prinzengarde St. Tönis will ebenfalls in der Session 2017/18 ihr 65-jähriges Bestehen feiern.

Was macht die Suche nach einem Prinzenpaar, nachdem es zuletzt außer Kinderprinzessin Samantha kein großes gegeben hatte? "Wir sind dran, ein ernster Bewerber grübelt noch", sagt lächelnd Dieter Hackstein. Und Vorsitzende Silvia Schacks ergänzt: "Noch ist nichts konkret, aber die Verhandlungen laufen."

Unter "http://www.toenisvorst-tkk.de" findet man schon für den Tulpensonntagszug 2017 den Vordruck für die Anmeldungen. "Und es wäre schön, wenn wir noch einige Sponsoren dazu bekämen, dann könnten wir unseren Saal- und Straßenkarneval noch attraktiver machen", sind sich die TKK-Aktiven einig. Darunter sind auch ehemalige Tollitäten, wie Ex-Stadtprinz Karl-Heinz Klaaßen oder das Dreigestirn der Session 2013/14, Karl-Heinz Lessenich, Harald Gengnagel oder die damalige "Jungfrau Helma", Helmut Krohnen. Wer das Brauchtum unterstützen und auch einmal Prinz oder Prinzessin werden möchte: mail an "mailto:info@toenisvorst-tkk.de" oder Dieter Hackstein anrufen, Festnetz 02151 795879, mobil 0177 7795879.

Quelle: RP
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