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Tönisvorst
Grips und Stärke führen zum Sieg

Tönisvorst: Grips und Stärke führen zum Sieg
Mit mehreren Teilnehmern in einem riesigen Futtersack einen Parcours entlang zu hüpfen, ist eine der vielen Aufgaben, die es bei den "Acker Olympics" zu bewältigen gilt. FOTO: Achim Hüskes
Tönisvorst. Bei den "Acker Olympics" in Vorst traten 17 Mannschaften gegeneinander an. Die Bürger Junggesellen veranstalten das abwechslungsreiche Spektakel seit 2009 mit zunehmendem Erfolg. Von Eva-Maria Geef

Wasserbomben-Zielwerfen, Sackhüpfen oder Riesen-Jenga: Was sich wie die Spielideen eines Kindergeburtstages anhört, waren am Samstag die kniffligen Herausforderungen für die Teilnehmer der 8. Acker Olympics in Vorst. Die Bürger Junggesellen veranstalten seit 2009 eine abwechslungsreiche Spielreihe auf einem Acker an der Oedter Straße, bei der der Spaß im Vordergrund steht.

"Wir wollten etwas für alle Generationen in und für Vorst machen, das nicht nur Spaß und Spannung verspricht, sondern auch Geschicklichkeit und Teamgeist von den Mannschaften fordert", erzählt Christian Stieger, Schriftführer der Bürger Junggesellen. "Einfach eine Veranstaltung, die es so in der Region noch nicht gab." So entstand die Idee zu den Acker Olympics, die sich im Laufe der Jahre zu einem festen Termin im Vorster Veranstaltungskalender entwickelt haben. Traditionell finden sie am dritten Samstag im August statt.

Eine wacklige Angelegenheit: Beim Riesen-Jenga müssen Holzblöcke aus einem Turm gezogen werden, ohne dass dieser umkippt. FOTO: Hüskes Achim

Während die Teams mit Teilnehmern ab 14 Jahren die Spiele meistern, können kleinere Besucher sich auf einer Hüpfburg und dem Funmobil der Stadt Willich vergnügen. "Wir haben es geschafft, die Größe der Veranstaltung von Jahr zu Jahr zu steigern. Im vergangenen Jahr hatten wir erstmals 20 Teams", so Stieger. In diesem Jahr treten 17 Teams gegeneinander an, darunter "Birgits Top Ten", ein reines Männerteam, das bereits seit sieben Jahren teilnimmt. "Für uns Vorster ist es Tradition und Spaß zugleich", erklärt ihr Trainer Ton Mascini. Die Taktik: "Mit einem Spiel beginnen, das man bereits kennt, wie das Heuballenrollen - da haben wir noch nie verloren", so Mascini.

Neu ist das Team "Eine schreckliche nette Familie" um Klaudia Angenvoort. "Wir sind aus Spaß an der Freud' dabei", sagt Angenvoort. "Wir hatten schon so oft vor teilzunehmen, und dieses Jahr hat es endlich geklappt. Normalerweise treffen wir uns samstags zum Kaffeetrinken, heute treffen wir uns hier." Bereits zum zweiten Mal angetreten sind "The Internationals", Flüchtlinge zwischen 20 und 40 Jahren, die in Vorst untergebracht sind. Die ehrenamtlichen Helfer Michael Schütte, Edith Mascini und Kiki Güksu Kocak hatten im vergangenen Jahr die Idee, ein Team anzumelden. "Die Jungs waren in einer Halle untergebracht, hatten wenig Abwechslung, konnten nicht viel erleben", so Schütte. "Wir wollten sie da mal rausholen, einfach einen schönen Tag ermöglichen." Diese Idee kam gut an: "Alle, die letztes Jahr dabei waren und noch hier sind, sind auch wieder mit dabei."

Wasserbomben, die ihm zugeworfen werden, muss dieser Spieler mit dem Eimer auf seinem Helm auffangen. FOTO: Hüskes Achim

Bei den zehn Spielen sind Cleverness und Geschicklichkeit, aber auch Schnelligkeit und Kraft gefragt. Ziel ist es, mal in Einzeldisziplinen, mal als Mannschaft zu überzeugen. Bei einem Spiel muss eine Figur, die den Spielern gezeigt wird, auf Zeit aus großen Blöcken nachgebaut werden, bei einem Parcours muss ein volles Gläser-Tablett über Hindernisse gebracht werden. Am Ende wird gemessen, wie viel Flüssigkeit in den Gläsern geblieben ist. Neben Wasserbomben-Zielwerfen und Sackhüpfen - aber mit mehreren Teilnehmern in einem riesigen Futtersack - gibt es noch ein Labyrinth, durch das ein Teilnehmer mit verbundenen Augen von den übrigen Team-Mitgliedern dirigiert wird. Beim Flaschen-Flipper gilt es, den Verschluss wieder auf den Hals zu schnippen. Die Wasserwand ist ein actionreiches Spiel, bei dem zwei Teams gegeneinander antreten und versuchen, sich abwerfen. Konzentration ist dann beim Riesen-Jenga vonnöten. "Wir haben einiges aus den Vorjahren übernommen", erzählt Stieger. "Spiele, die sich bewährt haben, wie das Strohballenrollen oder das Bierkasten-Balancieren." In jedem Jahr kommen jedoch auch neue Spiele dazu, um es für wiederkehrende Teilnehmer nicht allzu einfach zu machen. "Wir haben ein Team von zehn Leuten, die sich jedes Jahr neue Spiele ausdenken", so Christian Stieger. Neben den Junggesellen gibt es weitere 30 passive Helfer, die an diesem Tag am Grill, bei der Kaffee- und Kuchenausgabe oder dem Getränkewagen aushelfen.

Am Ende siegen die "Grenadiere" der St. Sebastianus Bruderschaft vor der Rheinischen Landjugend Tönisvorst und der "Schrecklich netten Familie".

Quelle: RP
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