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Tönisvorst
Grüne: Stadt soll Baumsetzlinge spenden

Tönisvorst. Für mehr Bäume im Stadtgebiet sprechen sich die Grünen im Tönisvorster Umweltausschuss aus. "Wir beantragen, dass die Verwaltung Vereinen, Kleingärten und Bürgerinitiativen kostenlos Baumsetzlinge zur Verfügung stellt", sagt Meral Thoms, für die Grünen als sachkundige Bürgerin im Ausschuss.

Sowohl die Stadt als auch der Sturm "Friederike" hätten in Tönisvorst in jüngster Zeit etliche Bäume gefällt, begründet die Grünen-Politikerin den Antrag. Um den Verlust aufzufangen, soll die Stadt Setzlinge an interessierte Vereine verschenken. Für das Pflanzen und die Pflege kämen die Vereine auf, so dass der Stadt keine weiteren Kosten entstünden.

Weder die Verwaltung noch die Mehrheit der Politiker im Bau-, Energie-, Verkehrs- und Umweltausschuss folgten diesem Antrag. "Der Landschaftsverband hat ein entsprechendes Förderprogramm", informierte Jörg Friedenberg von der Verwaltung. Dort könnten Bürger Ersatzpflanzen für Obstbäume, Alleen oder Hecken auf Antrag kostenlos bekommen.

Die Stadt habe ein solches Programm nicht. "Und für die gefällten Bäume an Lenenweg, Nordring, Biwak und Viersener Straße wird es im Herbst Ersatzpflanzungen geben", sagte Friedenberg. Meral Thoms beantragte, in der nächsten Ausschusssitzung darüber informiert zu werden, wo diese Ersatzpflanzen ihren Platz bekommen sollen. "Und was die Setzlinge betrifft, wünschen wir uns weniger Bürokratie. Die Stadt soll 100 Bäume zur Verfügung stellen, die sich Interessierte abholen können", kam Thoms auf den Antrag ihrer Fraktion zurück.

Christian Rütten von der CDU-Fraktion sah das kritisch. "Wir können den Bauhof nicht zu einer besseren Baumschule machen und ins Blaue hinein 100 Bäume kaufen." Die anderen Fraktionen stimmten dem zu. Der Antrag wurde abgelehnt.

(wic)
 
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