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Tönisvorst
Grundstein für Gemeindezentrum gelegt

Tönisvorst: Grundstein für Gemeindezentrum gelegt
Pfarrerin Daniela Büscher-Bruch und Linda Hirt, Vorsitzende des Presbyteriums, legten gestern die Zeitkapsel in den Grundstein. Baukirchmeister Harald Ohlmeier und Architekt Thomas Helms assistieren dabei. FOTO: ACHIM HÜSKES
Tönisvorst. Mit einer Andacht und einer kleinen Feierstunde beging die Evangelische Kirchengemeinde die Grundsteinlegung ihres neuen Gemeindezentrums. Die Fundamente und die Bodenplatte sind bereits fertiggestellt. Von Heribert Brinkmann

Jetzt, wo Fundamente und Bodenplatte gegossen sind, lässt sich schon ein wenig die Vorstellung der Architekten erahnen, das neue Gemeindezentrum der evangelischen Kirche nach vorne zur Straße zu rücken und es dadurch sichtbarer zu machen. Gestern wurde nun der Grundstein gelegt, der Kran ist aufgestellt, die Hochbauarbeiten können beginnen. Die Arbeiten sind im Zeitplan, wenn alles glatt geht, kann im August das Richtfest gefeiert werden. Endgültige Eröffnung ist für März 2016 geplant.

Doch gestern standen erst einmal Feiern und Innenhalten auf dem Programm. Viele Mitarbeiter, Ehrenamtliche und Gemeindeglieder waren der Einladung zur Grundsteinlegung an der Hülser Straße gefolgt - von den Kindergartenkindern bis zu den Senioren. Linda Hirt, Vorsitzende des Presbyteriums, staunte in ihrer Begrüßung, dass dort, wo noch vor wenigen Tagen die Bauarbeiter im Beton standen und die Bodenplatte gossen, jetzt zahlreiche Gäste im zukünftigen Gemeindesaal stehen und auf die Grundsteinlegung warten.

Mit großer Dankbarkeit erinnerte Pfarrerin Daniela Büscher-Bruch, dass nach dem Spatenstich im April jetzt eine neue Etappe des Neubaus erreicht sei. In ihrer kurzen Andacht verwies die Pfarrerin darauf, dass die Gemeinde einen Grundstein legen könne. aber das geistige Fundament und der himmlische Grundstein sei Jesus Christus, der eigentliche Bauherr. Mit einem Gebet von Christina Brudereck, die Kirche im Leben der Menschen sichtbar zu machen, schloss sie die kleine Andacht.

Architekt Thomas Helms von den "Dreibund Architekten" in Bochum erinnerte an die Anfänge. Vor fast genau einem Jahr, im Mai 2014, hatte sich das Preisgericht der Kirchengemeinde beim Wettbewerb für den Entwurf der Bochumer entschieden. Und jetzt ginge es mit großen Schritten voran. Die Bodenplatte ist gegossen, der Baukran aufgestellt. Die Grundsteinlegung nahm Helms zum Anlass, für das viele ehrenamtliche Engagement in der Kirchengemeinde zu danken, insbesondere Baukirchmeister Harald Ohlmeier, der mit großer Besonnenheit und Erfahrung das Projekt begleite. Er wünschte der Gemeinde, dass mit dem neuen Gebäude Kraft für die zukünftige Arbeit frei werde.

Das Presbyterium hatte sich für die Bestückung der "Zeitkapsel" für den Grundstein viel Mühe gegeben. Das schlichte Edelmetallrohr trägt das Datum 16. Juni 2015 und die Inschrift " Soli Deo Gloria" (Gott allein zur Ehre). Unter dem Beifall der zahlreichen Gemeindeglieder wurden zahlreiche Prospekte von Gruppen wie Seniorenkreis Spätlese, Nachbarschafthilfe, Flimmerkiste, Demenzcafé, ein T-Shirt aus der Jugendarbeit, Abbildungen von Zeichnungen aus der Schulbetreuung, eine CD vom Gospelkonzert, ein Foto der hauptamtlichen Mitarbeiter, ein Gemeindebrief, die Pläne der Architekten und Grüße aus den Partnergemeinden aus Frankreich, Estland, Brandenburg und den Philippinen darin verstaut. Als "weltliche" Andenken wurden jeweils eine aktuelle Titelseite der Rheinischen Post und der Westdeutschen Zeitung und ein paar Münzen dazugelegt. Die Holz-Werker hatte einen Holzkreisel beigesteuert, die Frauen eine Näharbeit vom Gemeindefest. Es folgte ein Taizé-Kreuz, wie es die Konfirmanden erhalten.

Linda Hirt, Pfarrerin Büscher-Bruch versenkten dann gemeinsam die "Zeitkapsel" im Grundstein, der sich an zentraler Stelle des Neubaus befinden wird, Baukirchmeister Harald Ohlmeier hatte alles im Blick.

Quelle: RP
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