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Tönisvorst
Gutachten für schnelleren Breitbandausbau

Tönisvorst. Noch einige "weiße Flecken" gibt es auf der Landkarte von Tönisvorst beim Thema Breitbandausbau. Um allen Bürger einen schnellen Internetzugang zu ermöglichen, hat die Stadt jetzt Fördermittel beantragt. Von Stephanie Wickerath

Einige Tönisvorster Internetnutzer kennen das: Der Computer rattert, aber bis sich die Internetseite aufgebaut hat, dauert es. Was fehlt, ist ein Breitband-Internetzugang, der mit hoher Datenübertragungsrate schnell Seiten auf- und Informationen abruft. Das soll sich jetzt ändern. Wie Markus Hergett, Wirtschaftsförderer bei der Stadt, im Fachausschuss mitteilt, hat Tönisvorst sich um Fördermittel in Höhe von 50.000 Euro beworben, damit ein Gutachter die "weißen Flecken" ausfindig macht, die noch keinen Breitbandanschluss haben.

Damit sei zwar das Problem des langsamen Internets nicht behoben, sagt Hergett, aber ein erster Schritt in die Richtung getan. "Die Versorgung ist heute für viele Bürger in Tönisvorst nicht zufriedenstellend", weiß der Wirtschaftsförderer. Für den Ausbau seien Fördermittel des Bundes vorhanden, aber die Kommunen müssten erst den Nachweis erbringen, dass Bedarf besteht. Um diesen Nachweis in Form eines Gutachtens zu haben, hat die Stadt sich wiederum um eine Förderung bemüht.

Nun liegt der Bescheid vor: Tönisvorst erhält eine Zuwendung für Beratungsleistungen in Höhe von maximal 50.000 Euro gemäß der Richtlinie "Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland". Unterschrieben hat den Bescheid der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Alexander Dobrindt.

"Jetzt wird es eine Bestandsaufnahme vor Ort geben", freut sich der Wirtschaftsförderer. Danach werde der neue Breitbandkoordinator des Kreises Viersen die "weißen Flecken" in den Kommunen bündeln und mit einem Telekommunikationsunternehmen verhandeln. Kommt der Breitbandausbau dann flächendeckend, tragen die Städte und Gemeinden zehn Prozent der Kosten, für den Rest stehen Fördertöpfe bereit.

Hans-Joachim Kremser, SPD, begrüßt den Ausbau, denn seines Wissens sei auch das St. Töniser Gewerbegebiet Tempelshof nicht gut aufgestellt beim schnellen Internetzugang und das wiederum sei ärgerlich für die Unternehmer. Allerdings scheint dem SPD-Mann der Preis für das Gutachten zu hoch. "50.000 Euro nur für eine Beratung ist viel Geld. Selbst wenn es kein Geld aus der städtischen Kasse ist, ist es doch Steuergeld und subventioniert die Telekom", sagt Kremser.

Die anderen Fraktionen sehen das Problem nicht. "Breitbandausbau ist einer der Zukunftsfaktoren für den Standort", sagt Meral Thoms von den Grünen. Es sei gut, die unterversorgten Bereiche zu ermitteln und dann zügig mit dem Ausbau zu beginnen. Auch Alexander Decher von der CDU findet es wichtig, aktiv zu werden, um in das Paket des Kreises zu kommen und die Mittel abrufen zu können.

SPD und UWT beantragten im Bau-, Energie- und Verkehrsausschuss, das Geld für das Gutachten nicht auszugeben, sondern abzuwarten, was der Kreis macht und sich dem anzuschließen. Der Antrag aber wurde mehrheitlich abgelehnt. Bei der Abstimmung, den Auftrag für das Gutachten zu erteilen, enthielt sich die SPD-Fraktion, die anderen Fraktionen stimmten dafür. Auch im Hauptausschuss stand das Thema noch einmal auf der Tagesordnung. Der Ausschuss beschloss mehrheitlich, das Fördergeld für das Gutachten in Anspruch zu nehmen. Einen Zeitplan für den Ausbau gibt es allerdings noch nicht.

Quelle: RP
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