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Tönisvorst
Häuser erstrahlen in vielen Farben

Tönisvorst. Wer am Freitagabend durch St. Tönis fuhr, sah schon von Weitem, dass in der Fußgängerzone ein besonderes Fest anstand. Sowohl von der Krefelder Straße als auch von der Willicher Straße kommenden, strahlten den Passanten die beleuchteten Häuser entgegen. Rot, lila, gelb, grün und blau wurden sie in der gesamten Hochstraße illuminiert. Zum achten Mal hat der Werbering St. Tönis mit Hilfe der Firma RLS Licht die Lichternacht in der Innenstadt ausgerichtet. Etliche Besucher kamen, um die stimmungsvolle Atmosphäre zu genießen und ohne Hektik einzukaufen, denn die Geschäfte hatten bis 22 Uhr geöffnet. Von Stephanie Wickerath

"Ich bin selber im Einzelhandel tätig, wenn auch in Krefeld", sagt Christel Abels, die aufgrund ihrer Arbeitszeiten selten dazu kommt, einen Einkaufsbummel zu unternehmen. "Schön, dass ich jetzt die Möglichkeit habe - und dann auch noch in einer so besonderen Atmosphäre." Eine andere Passantin ist hingegen enttäuscht: "Ich weiß auch nicht, was ich erwartet habe, aber viel ist ja hier nicht." Ganz andere Töne sind aus der vor drei Wochen eröffneten "Tönisvorster Buchhandlung" zu hören. "Das ist aber schön hier." "Wunderbar, dass es wieder einen Buchladen im Dorf gibt." Und: "Tolles Ladenlokal, sehr einladend", sind die Meinungen der zahlreichen Besucher, die das Geschäft am Freitagabend aufsuchten und sich mit viel Lesestoff für kalte Herbstabende entdeckten.

Auch Fine und Tim sind begeistert von der Lichternacht. Die beiden Fünfjährigen sitzen gemeinsam mit etlichen anderen Kindern an den beiden Feuerkörben, die der Zusammenschluss "Round Table" auf dem Rathausplatz aufgebaut hat. Mit viel Geduld halten die Kinder ihr Stockbrot in die Flammen, während die Eltern sich bei einem Getränk unterhalten. Den Verkaufserlös des Getränkestandes spenden die Mitglieder von "Round Table" für einen guten Zweck.

Das Brauchtum hingegen unterstützen Mütter und Erzieherinnen des katholischen Familienzentrums Marienheim. Sie hatten 300 kleine Laternen in Form des städtischen Apfellogos gebastelt und auf dem Wochenmarkt sowie bei der Lichternacht verkauft. Von dem Gewinn soll eine Rutsche für die Kindergartenkinder gekauft werden. Außerdem soll das Martinskomitee einen dicken Batzen bekommen. "Das Komitee hat in diesem Jahr deutlich weniger Spenden für die Ausrichtung der Züge und die Tüten bekommen", weiß Anja Kaulen vom Förderverein des Marienheims. Mit der Spende aus dem Verkaufserlös will das Marienheim das Martinskomitee unterstützen.

Quelle: RP
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