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Tönisvorst
Hilfe aus Tönisvorst ermöglicht Schulbesuch

Tönisvorst: Hilfe aus Tönisvorst ermöglicht Schulbesuch
Drei 14-jährige Schülerinnen aus Bangladesch besuchten das Michael-Ende-Gymnasium in St. Tönis. FOTO: Norbert Prümen
Tönisvorst. Besuch aus Bangladesch hat das Michael-Ende-Gymnasium Tönisvorst. Seit 17 Jahren unterstützt die Schule die Organisation Netz, die in Bangladesch unter anderem Schulen baut. Von Stephanie Wickerath

Lety, Lipi und Tasmin leben in Bangladesch. Ihre Familien sind arm, einen Schulbesuch können sie sich nicht leisten. Aber die drei Mädchen hatten Glück. In der Nähe ihres Wohnorts hat die Organisation "Netz - Partnerschaft für Entwicklung und Gerechtigkeit" eine Schule aufgebaut. So konnten die Mädchen die Grundschule besuchen und abschließen. Finanziert wurde die Schulbildung der drei 14-Jährigen, die zurzeit in Tönisvorst zu Gast sind, auch mit dem Geld, das das Michael-Ende-Gymnasium seit 17 Jahren für Netz sammelt.

"Mit der jährlichen St. Martins-Aktion und regelmäßigen Spenden aus der Eltern- und Lehrerschaft unterstützt die Schule das Grundschulprojekt von Netz", sagt Lehrerin Eva Manke, die die Kontakte zu der deutschen Hilfsorganisation vor vielen Jahren geknüpft hat. Beim Sponsorenlauf sammeln die Schüler Geld für weitere Netz-Projekte in dem südasiatischen Land. Eva Manke war selber 2009 mit Schülern in Bangladesch, um sich vor Ort von Sinn und Zweck der Unterstützung zu überzeugen. 2014 reiste sie privat noch einmal in das Land, das dank eines wirtschaftlichen Aufschwungs seine sozialen und ökonomischen Indikatoren zwar verbessern konnte, aber immer noch zu den ärmsten des asiatischen Kontinents zählt.

Wie sinnvoll die Unterstützung aus Deutschland ist, bestätigen Lehrerin Bira Rani und Bildungsexperte Manjusree Mitra, die die Kinder bei ihrem Deutschlandbesuch begleiten. "Ohne die Unterstützung von Netz hätten die Mädchen keine Schule besuchen können", sagt die Lehrerin. Und Lety, Lipi und Tasmin haben nicht nur die von Netz geförderte Grundschule besucht, heute sind sie alle drei auf einer Sekundarschule. Der Besuch in Deutschland ist für die 14-Jährigen eine aufregende Erfahrung. Untergebracht in Gastfamilien, sind sie dank der finanziellen Unterstützung der Sparkasse Krefeld bereits mit einer Draisine gefahren, haben die Altstadt von Kempen besucht und sich das Michael-Ende-Gymnasium angesehen.

"Die Kinder haben sie mit Bali-Fahnen, Plakaten und Gesang begrüßt", erzählen die Lehrer Caner Candar und Jacqueline Sosnowski, deren sechste Klassen an der Begrüßung beteiligt waren. Auch gemeinsames Musizieren, eine Spiel- und Sportstunde, sowie ein Besuch auf der Kegelbahn stehen auf dem Stundenplan der bangalischen Gäste. Bevor die Mädchen und ihre Begleiter wieder zurückfliegen, besuchen sie noch eine weitere deutsche Partnerschule und die Zentrale von Netz in Wetzlar.

Quelle: RP
 
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