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Tönisvorst
Jeder kann Kindern einen Herzenswunsch erfüllen

Tönisvorst: Jeder kann Kindern einen Herzenswunsch erfüllen
Birgit Koenen (von links), Thomas Goßen, Horst Klausmann, Tanja Bruckes und Jessica Goßen mit Lotte werben für die Wunschbaumaktion. FOTO: Kaiser
Tönisvorst. In der Filiale der Sparkasse an der Ringstraße und im Verwaltungsgebäude an der Bahnstraße stehen wieder Wunschbäume. Von Stephanie Wickerath

Der zehnjährige Mohammed wünscht sich Schienenbeinschoner. Der 14-jährige Patrick würde sich über etwas von Lego Technik freuen. Auch ein Puzzle oder eine Puppe, Make-up und ein T-Shirt in Größe 40 stehen auf den Wunschzetteln, die jetzt wieder in der Sparkassenfiliale an der Ringstraße und im Verwaltungsgebäude an der Bahnstraße hängen. "Wunschbaum" heißt die Aktion, die die Schulsozialarbeiterinnen Jessica Goßen und Tanja Bruckes organisiert haben. Unterstützt werden sie dabei von der Sparkasse Krefeld und dem Tönisvorster Verein "Apfelblüte".

Die Schulsozialarbeiterinnen kennen die Familien, bei denen das Geld knapp ist. "Wir haben einige angerufen und die Eltern gefragt, welchen Herzenswunsch das Kind hat", erzählt Jessica Goßen. Ein Geschenk im Wert bis 20 Euro sollten die Eltern nennen. Auch die Erzieherinnen des Familienzentrums "Villa Gänseblümchen" und die Leiterinnen der Jugendheime in Vorst und St. Tönis haben die Wünsche der Kinder und Jugendlichen aus armen Familien ermittelt und weitergegeben.

Nun hängen 120 Kärtchen an den Bäumen in St. Tönis und warten darauf, dass sie jemand mitnimmt und einen Herzenswunsch erfüllt. "Die Geschenke können dann bei uns Schulsozialarbeitern im Schulzentrum Corneliusfeld abgegeben werden", sagt Tanja Bruckes. Horst Klausmann, Filialleiter der Sparkasse an der Ringstraße, bietet aber auch an, die Geschenke in der Bank entgegenzunehmen. "Wir kümmern uns dann darum, dass sie zu den Schulsozialarbeitern kommen, wo die Eltern sie abholen können", verspricht Klausmann.

Die Eltern seien oft sehr erstaunt, dass die Schulsozialarbeiter ihren Kindern Weihnachtsgeschenke vermitteln. "Vor allem aber sind sie unglaublich dankbar", weiß Jessica Goßen. Und Horst Klausmann berichtet von Kunden, die schon nach dem Wunschbaum gefragt hätten und gleich zwei Kärtchen mitgenommen haben. Auch Bürgermeister Thomas Goßen freut sich über die Aktion. "Das ist endlich mal eine Idee, bei der keiner was zu meckern hat, weil sie einfach nur gut ist."

Dass am 18. Dezember, wenn die Bäume wieder abgebaut werden, keine Wunschkarte übrig bleibt, dafür wollen die Sparkasse und der Verein Apfelblüte sorgen, versprechen Horst Klausmann und Birgit Koenen, Vorsitzende des Vereins, unisono.

Quelle: RP
 
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