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Tönisvorst
Kirche plant einen Kita-Neubau in Vorst

Tönisvorst. Die Horizonte GmbH, seit einiger Zeit Träger der katholischen Kindertagesstätten in Tönisvorst, spiele mit dem Gedanken, die Kindertagesstätte St. Godehard am Grünen Weg neu zu bauen. Das teilte Bürgermeister Thomas Goßen im Jugend- und Sozialausschuss mit. Zunächst sei geplant gewesen, die jetzt dreigruppige Einrichtung mit einem Anbau um eine Gruppe zu erweitern. Die Prüfung der Bausubstanz habe aber ergeben, dass ein Neubau sinnvoller sei.

"Der Sanierungsbedarf des Gebäudes ist erheblich, deshalb prüft die Trägergesellschaft zurzeit, ob ein Neubau in direkter Nachbarschaft nicht sinnvoller ist", sagte Goßen. Zumal es für einen Neubau mehr Fördermittel gebe als für eine Erweiterung. Dieser Neubau soll dann Platz für fünf Gruppen bieten. Im Raum stehen Fördermittel in Höhe von zwei Millionen Euro, hinzu käme ein Trägeranteil von 198.000 Euro. "Wir rechnen in den nächsten vier Wochen mit einer Entscheidung von Seiten der Kirchengemeinde", sagte der Bürgermeister.

Etwas weiter seien die Planungen für das städtische Familienzentrum Bruckner Straße. Dort will der Investor, von dem die Stadt das Gebäude gepachtet hat, in einem Anbau Platz für einen weiteren Gruppenraum schaffen. Für den 19. Oktober sind Gespräche zwischen der Stadt und dem Architekten geplant. Zusammen mit dem neuen Gruppenraum der Awo-Kindertagesstätte Wiemespfad wird Vorst, wenn alle Baumaßnahmen abgeschlossen sind, dann um vier Gruppen reicher sein. "Die Erweiterungen sind auch wegen der städtebaulichen Entwicklung des Stadtteils nötig", spielte Goßen auf das Neubaugebiet Vorst-Nord an. Die Verwaltung geht davon aus, dass Vorst was die Kindertagesstättenplätze betrifft, nach Abschluss aller Baumaßnahmen gut für die Zukunft aufgestellt ist.

Auch in St. Tönis wird erweitert. Hier ist geplant, an die St. Antonius Kindertagesstätte Corneliusstraße zwei Gruppenräume anzubauen. Aus dem mit jetzt nur zwei Gruppen kleinstem Kindergarten von Tönisvorst wird dann eine viergruppige Einrichtung. Durch den Anbau an den Antonius-Kindergarten soll das Familienzentrum Marienheim, die zweite katholische Kindertagesstätte in St. Tönis, entlastet werden. Seit Jahren überschreitet die Gruppengröße dort die Vorgaben. Zum Kita-Jahr 2018/19 soll die Überbelegung beendet werden. Auch dadurch steigt der Bedarf an Betreuungsplätzen in St. Tönis.

(wic)
 
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